13. Oktober 2011

Institut für Gesundheits-System-Forschung befürwortet Festzuschüsse

Das Fritz-Beske-Institut für Gesundheits-System-Forschung (IGSF) schlägt Festzuschüsse als „zukunftsorientiertes Instrument“ bei begrenzten Mitteln in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor. Konkret hat das Institut die Einführung von Festzuschüssen bei den Hilfsmitteln Bandagen, Einlagen und medizinischen Kompressionsstrümpfen befürwortet. Dies ist das Ergebnis einer Studie des IGSF, die von dem Industrieverband Eurocom und dem Bundesinnungsverband für Orthopädietechnik initiiert wurde.


Das Institut sieht in einem Festzuschusssystem für Bandagen, Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe viele Vorteile. So fördere es einen schnelleren Zugang des Patienten zu qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten. Krankenkassen würden in doppelter Hinsicht profitieren: Zunächst liege der von der Krankenkasse zu zahlende Zuschuss unter dem Preis, der von einer Krankenkasse ohne Zuschussregelung zu zahlen wäre. Damit würden sich die Ausgaben von Krankenkassen reduzieren. Außerdem gebe es mehr Planungssicherheit für diesen Leistungsbereich.

Außerdem sinke der bürokratische Aufwand, der mit der Festlegung von Festbeträgen verbunden sei. "Festzuschüsse sind damit ein zukunftsorientiertes Finanzierungsinstrument in der GKV, in diesem Fall in der Hilfsmittelversorgung", so das IGSF.