28. Februar 2012

KKH Allianz: 2011 589 Betrugsfälle im Gesundheitswesen aufgedeckt

Im Jahr 2011 hat die KKH-Allianz 589 neue Fälle von Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen aufgedeckt. Dabei erhob sie Forderungen von insgesamt 934.000 Euro. Ganz vorn in den Ermittlungen lag der Abrechnungsbetrug unter Krankengymnasten und Physiotherapeuten.

„Die Zahlen der KKH-Allianz sind nur die Spitze des Eisberges“, erläutert Dr. Anke Martiny, Vorstandsmitglied der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. Transparency International Deutschland folgt in seiner Einschätzung des Gesamtschadens der Analyse des European Healthcare Fraud and Corruption Networks EHFCN, das von einer Summe von 13,5 Milliarden Euro jährlich für Deutschland ausgeht

In 146 Fällen ermittelte die KKH-Allianz 2011 gegen Krankengymnasten bzw. Physiotherapeuten. In 65 Fällen wurden die Ermittler im Apothekenbereich tätig. Mit 55 Ermittlungsfällen rangiert der Bereich der häuslichen Pflege auf Rang drei. 38 Fälle betrafen die unzulässige Zusammenarbeit zwischen Ärzten und nicht-ärztlichen Leistungserbringern. In der Orthopädieschuhtechnik wurden 22 Fälle von Abrechnungsbetrug aufgedeckt.

Die TOP TEN der Vorgänge (Fallzahlen in Klammern):

1. Krankengymnasten/Physiotherapeuten (146)
2. Apotheke (65)
3. Häusliche Pflege (SGB V / XI) (55)
4. Ärztliche Leistung (52)
5. Unzulässige Zusammenarbeit (38)
6. Fahrkosten (35)
7. Zahnärztliche Behandlung (24)
8. Hilfsmittel von Orthopädietechnikern (22)
9. Hebammen (18)
10. Ergotherapeuten (17)