11. November 2011

Qualitätsverbund Hilfsmittel fordert einheitliche Qualitätsstandards

Anlässlich des Weltqualitätstages am 10. November 2011 hat der Qualitätsverbund Hilfsmittel e.V. (QVH) gefordert, einheitliche Dienstleistungs- und Servicequalitätsstandards für die Hilfsmittelversorgung festzulegen und deren Einhaltung regelmäßig zu überprüfen.

Es reiche nicht aus, Qualitätsanforderungen für die Dienstleistungen bei der Hilfsmittelversorgung vordergründig in Krankenkassenverträgen oder Ausschreibungen festzulegen. Es sei richtig, einen Rahmen für die Versorgung zu setzen. Bei der Fülle von vorhandenen Verträgen bestehe jedoch schnell die Gefahr, den Überblick über die Anforderungen zu verlieren.

Eine systematische und regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung der vereinbarten Service- und Dienstleistungsqualität gibt es in der Regel nicht, kritisierte der QVH. Das Interesse der Krankenkassen, einen fundierten Nachweis über die Erfüllung der vereinbarten Qualitätsanforderungen zu bekommen, sei eher gering. Vielmehr würden sich Kassen auf die Rückmeldung in Einzelfällen verlassen und diesen Beschwerden dann nachgehen.

„Man gewinnt beinahe den Eindruck, dass beiden Vertragspartnern eigentlich klar ist, dass ein Teil der vereinbarten Qualitätsanforderungen von vornherein nicht eingehalten werden kann“, so der QVH. Im Falle von Ausschreibungen scheine dies noch vordergründiger zu sein.

Der QVH sieht den Beginn von Qualität bei der Beschreibung des gewollten Zustandes und dann bei der regelmäßigen Überprüfung und Anpassung. Unternehmen, die konsequent an der Umsetzung von gesetzten Dienstleistungs- und Serviceanforderungen arbeiten und ein hohes Qualitätsniveau erreichen, düften den Wettbewerb um den niedrigsten Preis wohl eher nicht gewinnen, so der QVH: „Ist derjenige, der sich an Vereinbarungen hält und auf hohe Qualität setzt, am Ende der Dumme? Qualität wird es jedenfalls zu Niedrigpreisen nicht geben. Und der, um den es eigentlich geht, den Patienten, der muss es zu Lasten seiner Lebensqualität ausbaden.“ Der QVH fordert daher, bundeseinheitliche Dienstleistungs- und Servicequalitätsstandards festzulegen und verbindlich einzuführen. Die gesetzliche Regelung dafür gebe es ja bereits. Gleichermaßen müsse ein transparentes Prüfsystem zur Einhaltung der Standards etabliert werden.