02. Dezember 2011

Organspende: Einigung auf Entscheidungslösung

Nach monatelangen Kontroversen um eine gesetzliche Neuregelung der Organspende haben sich die Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Die Linke, FDP und Bündnis 90/Die Grünen auf die sogenannte Entscheidungslösung verständigt. Gemeinsames Ziel sei es, die Zahl der Organspender zu erhöhen. Noch im Dezember wollen die Politiker einen Gesetzentwurf vorlegen und bis Sommer 2012 ein entsprechendes Gesetz verabschieden.

Die Entscheidungslösung sieht vor, dass sich die Bürger mit dem Thema Organspende befassen und idealerweise eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende treffen. Jedoch sollen sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet werden, eine Erklärung abzugeben, lautet die Vereinbarung der Fraktionschefs.

Damit wurde die Widerspruchslösung abgelehnt. Bei dieser Variante würden grundsätzlich alle Bürger als Organspender betrachtet werden, wenn sie dem nicht widersprechen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) begrüßte die Entscheidung. Angesichts des hochsensiblen Themas gehe es darum, Menschen zu überzeugen und nicht mit Zwang zu erschrecken, sagte Bahr.

Lob äußerte auch die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). „Das ist eine Aussage, auf die wir lange gewartet haben“, sagte Günter Kirste, medizinischer Vorstand der DSO.