16. Dezember 2011

GKV- Finanzentwicklung

Die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung ist in den ersten neun Monaten 2011 deutlich besser verlaufen als im vergangenen Jahr, das meldet das Bundesministerium für Gesundheit.

Nach einem Plus von 277 Millionen Euro im 1. bis 3. Quartal 2010 haben die Krankenkassen im 1. bis 3. Quartal 2011 einen Überschuss von rund 3,9 Milliarden Euro erzielt. In den Monaten Januar bis September 2011 standen bei sämtlichen Krankenkassen Einnahmen in Höhe von rund 137,7 Milliarden Euro Ausgaben in Höhe von rund 133,7 Milliarden Euro gegenüber.

Trotz konjunktureller Risiken in der Euro-Zone werde die GKV auch 2012 auf einer soliden Finanzgrundlage stehen. Denn die Zuweisungen, die die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, reichen aus, um die voraussichtlichen Ausgaben im Durchschnitt zu decken. Das ist das Ergebnis des gemeinsamen Schätzerkreises von Bundesversicherungsamt, Bundesgesundheitsministerium und GKV- Spitzenverband.

Auf dieser Basis konnte das BMG im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag wie 2011 auch für das Jahr 2012 Anfang November auf Null Euro festlegen. Auch die Kassen hätten in aller Regel nach Jahren der Unterfinanzierung ebenfalls wieder ausreichende Finanzreserven. Dennoch warnt das Ministerium: Ausgabendisziplin und Bemühungen um mehr Wirtschaftlichkeit seien weiterhin angesagt, sowohl für die Leis­tungserbringer als auch für die Krankenkassen.