01. Februar 2012

Eurocom: Kompressionsstrümpfe werden ausreichend kontrolliert

Seitdem bekannt ist, dass die französische Firma PIP minderwertige Brustimplantate auch nach Deutschland vertrieben hat, wird diskutiert, ob Medizinprodukte ausreichend kontrolliert werden. „Wer eine gründlichere Kontrolle von Medizinprodukten fordert, kann sich an den medizinischen Kompressionsstrümpfen ein Beispiel nehmen“, so Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer des Herstellerverbands Eurocom. So würden Kompressionsstrümpfe als einzige Medizinprodukte der Klasse I schon seit mehr als 50 Jahren zusätzlich externen Produktüberprüfungen unterzogen. Durchgeführt werden diese Prüfungen von unabhängigen, staatlich akkreditierten Prüfinstituten.

„Die externen Kontrollen sind Voraussetzung dafür, dass die Kompressionsstrümpfe von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet werden“, so Pohlen. Nur die Kompressionsstrümpfe, die die Produktüberprüfungen erfolgreich durchlaufen hätten, würden in das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Dabei würden die Anforderungen, die an die Strümpfe gestellt werden, regelmäßig dem medizinischen Fortschritt angepasst. Die Prüfungen garantieren daher nicht nur eine technische, sondern vor allem auch eine medizinische Wirksamkeit der Kompressionsstrümpfe, so die Eurocom. Sichtbarer Ausdruck sei das RAL-Gütezeichen für medizinische Kompressionsstrümpfe.