01. März 2012

Kinderunfälle: Neue Merkblätter für Eltern

Die KBV hat zusammen mit mehreren Akteuren des Gesundheitswesens aktuelle Merkblätter zum Thema Kinderunfälle veröffentlicht. Sie richten sich an Eltern und werden über die Kassenärztlichen Vereinigungen an die Kinder- und Jugendärzte im Land verteilt. Auf der Internetseite der KBV können die acht verschieden Merkblätter kostenlos heruntergeladen werden.

Im Jahre 2010 mussten etwa 200.000 gesetzlich versicherte Kinder und Jugendliche aufgrund einer Unfallverletzung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Darunter waren etwa 81.000 kleine Kinder im Alter bis sechs Jahren. Besonders häufig in dieser Altersgruppe sind Stürze, Verbrennungen und Vergiftungen. Allein 60 Prozent aller Verletzungen bei kleinen Kindern werden durch Stürze verursacht. Ein Großteil dieser Unfälle, die meist im häuslichen Umfeld geschehen, ließe sich durch Prävention vermeiden, tödliche Unfälle sogar bis zu 95 Prozent.

Um die Eltern umfassend über Unfallrisiken aufzuklären, geben die gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte seit 1999 die „Merkblätter Kinderunfälle“ heraus. Die Merkblätter sollen den Eltern helfen, die Umgebung von Kindern sicherer zu gestalten und Unfälle zu vermeiden. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurden die Merkblätter nun umfassend überarbeitet und erweitert.

Die neuen Merkblätter werden ab sofort durch die Kassenärztlichen Vereinigungen an die 6.000 Kinder- und Jugendärzte in Deutschland verteilt – sie sollen die Ärzte bei der Beratung der Eltern unterstützen. Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) für die Kassenverbände, wünscht sich, dass auch andere Berufsgruppen besser über die Vermeidung von Kinderunfällen informiert ist: „Wir würden es begrüßen, wenn die Vermeidung von Kinderunfällen im häuslichen Umfeld auch stärker in die Qualifikation der jeweiligen Berufsgruppen einfließen würde, die direkt mit Kindern zu tun haben. Neben den Hebammen und Kinderärzten sind dies auch die Beschäftigten in Krankenhäusern, Praxen und Kindergärten.

Zum Download der Merkblätter (PDF)