01. März 2012

Ärztliche Spitzenverbände: Verantwortung für Delegation muss beim Arzt verbleiben

Die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund haben in einer gemeinsamen Resolution eine generelle Delegation ärztlicher Tätigkeiten an nichtärztliche Mitarbeiter abgelehnt. Dies berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Sie warnen vor einem Qualitätsabfall und einer unwirtschaftlichen Versorgung.

Der Resolution zufolge besitze Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ein „herausragendes Gesundheitswesen“. Seine gute Qualität und Patientensicherheit beruhe insbesondere auf der ärztlichen Gesamtverantwortung für Diagnostik und Therapie in Klinik und Praxis, so die ärztlichen Spitzenverbände. Die Übertragung von Verantwortlichkeiten auf nichtärztliche Gesundheitsberufe unterlaufe das Recht des Patienten auf eine Behandlung nach fachärztlichem Standard und führe zu Qualitätsabfall und einer unwirtschaftlichen Versorgung.

Dennoch sollten nichtärztliche Mitarbeiter stärker in die Patientenversorgung einbezogen werden, so die ärztlichen Spitzenverbände. Sie fordern jedoch, dass dies nicht pauschal oder allein leistungsbezogen geschieht, sondern in jedem Einzelfall geprüft werden müsse. Daher fordert die Resolution, die Entscheidungsgewalt über Art und Umfang der Delegation an nichtärztliche Mitarbeiter vollständig in der Verantwortung des Arztes zu belassen und dies in den Bundesmantelverträgen zur Aufgabenübertragung festzuschreiben.

Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt