20. Juni 2012

Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Ostwestfalen-Lippe: Vorstand wiedergewählt

Starke Unterstützung erfuhr der Vorstand der Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Ostwestfalen-Lippe in der letzten Mitgliederversammlung, in der turnusgemäß auch Neuwahlen auf der Tagesordnung standen. Einstimmig wiedergewählt wurde Obermeister Wilhelm Rehmann (Rahden), stv. Obermeister Franz-Josef Stiensmeier (Paderborn) sowie die Beisitzer Markus Knappe (Gütersloh), Rainer Schäfers (Brakel) und Matthias Ernet (Herford). Zum Lehrlingswart wurde erneut Klaus Wemuth (Bielefeld) gewählt.

Silberne Ehrennadel für Obermeister Rehmann
Eine besondere Ehrung wurde Obermeister Rehmann zuteil, der im Mai auf eine 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Innung zurückblicken konnte. Aus den Händen von stv. Obermeister Stiensmeier und Hauptgeschäftsführer Sautmann erhielt er die Silberne Ehrennadel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften als Dank für sein umfassendes Engagement für das Handwerk über einen so langen Zeitraum.

Kritik an Bürokratie und Zertifizierungszwang
In der anschließenden Tagesordnung ging es um gesundheitspolitische Fragestellungen. Die Innungsmitglieder kritisierten die zunehmende Bürokratie im Gesundheitswesen, die gerade Klein- und Mittelbetriebe trifft, sowie den Zertifizierungszwang, der erhebliche Kosten mit sich bringt. Obermeister Rehmann: „Wir haben in unseren Betrieben eine Meisterpräsenz, die ausreicht. Der Zertifizierungszwang ist daher für Kleinbetriebe ein unnötiger Kostenfaktor. An dieser Stelle gibt es Handlungsbedarf.“ Die Innungsversammlung erteilte dem Vorstand den Auftrag, sich hier weiterhin für Änderungen einzusetzen.

Schwerpunktthema der weiteren Veranstaltung war ein Vortrag zur Kalkulation von Leistungen, die angesichts zunehmender Privatleistungen immer mehr Bedeutung erlangt. Obermeister Rehmann: „Wenn Sonderwünsche der Patienten außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden, dann muss diese Handwerksleistung natürlich bezahlt werden.“