25. Oktober 2012

Neuer Vorstand bei der Vereinigung Technische Orthopädie

Prof. Bernhard Greitemann ist neuer Vorsitzender der Vereinigung für Technische Orthopädie (VTO). Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im Rahmen des Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie am 24. Oktober in Berlin wurde der Ärztliche Direktor der Klinik Münsterland in Bad-Rothenfelde, der bislang zweiter Vorsitzender war, an die Spitze der Vereinigung gewählt. Er löst Prof. Hans-Henning Wetz, Leiter der Klinik für Technische Orthopädie in Münster, ab, der aus dem Vorstand ausscheidet.

Die VTO ist eine Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), die vor sechs Jahren gegründet wurde, um die Belange und Interessen der Technischen Orthopädie – zu der sowohl die Orthopädietechnik als auch die Orthopädieschuhtechnik gehören – besser vertreten zu können. Zum zweiten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Dr. Frank Braatz von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Neuer Schatzmeister wurde Bernd Wünschmann vom Bundesinnungsverband Orthopädietechnik in Dortmund. Als Schriftführer bestätigten die Mitglieder Dr. Johannes Schröter von der Klaus-Miehlke-Klinik aus Wiesbaden.

Prof. Bernard Greitemann, Ärztlicher Direktor der Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde, dankte insbesondere dem bisherigen Vorsitzenden Prof. Hans-Henning Wetz für seine Engagement und seinen Einsatz für die VTO und dem scheidenden Schatzmeister Heinz-Dieter Berkau für die mustergültige Arbeit. Noch vor der Wahl konnte Heinz-Dieter Berkau von einer erfreulichen Mitgliederentwicklung berichten. Allein zur diesjährigen Mitgliederversammlung lägen 10 Anträge auf Mitgliedschaft vor, so dass die Zahl der Mitglieder nun auf 67 gestiegen sei.

Ein wachsendes Interesse war auch am Tag der Technischen Orthopädie auf dem Kongress zu erkennen, in den die Mitgliederversammlung eingebettet war. Die Fachsitzungen zu den Themen der Technischen Orthopädie waren allesamt gut besucht. Der im Mai in Leipzig gegründete Fachbeirat Technische Orthopädie, der sich zum Ziel gesetzt hat, die interdisziplinäre Strukturen in der Hilfsmittelversorgung zu fördern, durfte sich zudem bei seinem Brunch über zahlreiche interessierte Besucher freuen. Damit hatte der interdisziplinär besetzte Fachbeirat, dem mit Werner Dierolf und Jürgen Stumpf auch zwei Orthopädieschuhmacher angehören, bereits eines seiner Ziele erreicht: Über den Tag der Technischen Orthopädie wird die Technische Orthopädie auf den Ärztekongressen besser als bislang wahrgenommen. Mehr Ärzte haben die Chance sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Technischen Orthopädie auseinandersetzen, sei es in der postoperativern Versorgung oder in der konservativen Therapie als Alternative zu einer Operation.

„Der Fachbeirat soll eine Plattform für den Austausch“, sein, betonte Klaus Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbandes Orthopädietechnik in seiner Ansprache. Dabei soll es, so Lotz nicht nur darum gehen, die hohe Versorgungsqualität in allen Versorgungssektoren sicherzustellen, sondern auch im Bereich der Forschung und der Fortbildungsveranstaltungen zu kooperieren. Aus ganz unterschiedlichen Bereichen habe es positive Resonanz auf die Gründung des Beirates gegeben, so Lotz. Dies zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei.

Auf diesem Weg kann der Fachbeirat auf die Unterstützung der Orthopäden zählen. Prof. Wolfram Mittelmeier, Rostock, diesjähriger Kongresspräsident des Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin, versicherte, dass auch die DGOOC die Arbeit des Fachbeirates unterstütze und großes Interesse daran habe, den Stellenwert der Technischen Orthopädie zu verbessern. Er freue sich schon auf Leipzig 2014, sagte Mittelmeier, wo er als Kongresspräsident für das Fachprogramm verantwortlich zeichnen wird.  © be/Orthopädieschuhtechnik