31. Oktober 2012

Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten nutzen Internet für Protestkampagne gegen Krankenkassen

„Kassen pressen Praxen aus“ – Unter dieser kämpferischen Parole begleiten Hamburgs niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten mit einer breit angelegten Protestaktion die diesjährigen regionalen Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen. Dazu wurde unter anderem eine Website www.kassen-pressen-praxen-aus eingerichtet, die die Öffentlichkeit erreichen soll und zentrales Forum des Protestes sein soll.

 

Neben den Forderungen der Ärzte und Psychotherapeuten informiert die Seite die Öffentlichkeit mit Einschätzungen, Kommentaren und Videobeiträgen über die Hintergründe der Auseinandersetzungen – aus ihrer Sicht. Außerdem können die Niedergelassenen über ein Umfragetool und eine Diskussionsplattform interaktiv zum aktuellen Meinungs- und Stimmungsbild beitragen.

Ein zweiter wesentlicher Baustein der Kampagne ist die Information der Patienten in den Praxen, die über ein Protestplakat, ein Mitteilungsblatt und das persönliche Gespräch mit Arzt und Praxispersonal erfolgt. Es gehe vor allem darum, den Patienten zu erklären, dass durch die radikale Sparpolitik der Kassen in den letzten Jahren nicht nur niedergelassene Ärzte in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, sondern die ambulante Behandlung des Patienten leide und Schaden nehme.

„Es geht um mehr als das Honorar! Es geht um die generelle Anerkennung der ärztlichen und psychotherapeutischen Tätigkeit und die umfassende Bereitschaft der Kassen, die nötigen Mittel zur Verfügung stellen, um diese Tätigkeit auf einem hohen Niveau sicherstellen zu können“, so Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg.