31. Oktober 2012

TV-Reportage über sensomotorische Einlagen

Am 30. Oktober ist im Bayerischen Rundfunk  (BR) in der Sendung „Gesundheit“ eine Reportage über sensomotorische Einlagen ausgestrahlt worden. Das darin enthaltene Interview mit  Prof. Hans-Henning Wetz, dem Direktor der Klinik für Technische Orthopädie in Münster , wurde  in der Geschäftsstelle der Landesinnung Bayern für Orthopädie-Schuhtechnik aufgenommen. Auch ein Orthopädieschuhtechniker, ein Physiotherapeut und eine Kundin mit positiven Einlagenerfahrungen kamen in dem Beitrag zu Wort.

Die Wirkung sensomotorischer Einlagen ist noch nicht durch Studien belegt, doch heißt das nicht, dass sie nicht wirken, so der Tenor der Aussagen von Prof.  Wetz. Der mangelnde Nachweis könne zum Beispiel daran liegen, dass nicht die richtigen Untersuchungsmethoden gewählt worden seien – oder dass es insgesamt schwierig ist, wissenschaftliche, belastbare Nachweise bei Hilfsmitteln zu erbringen. „Wir stehen bei vielen anderen Hilfsmitteln, die wir haben, vor der gleichen Problematik. Wir wissen, dass sie wirken, aber wir wissen nicht, warum.“, so Prof. Wetz.

In dem Beitrag des BR wird auf vielfältige Weise versucht, Erklärungsansätze für das Wirkprinzip sensomotorischer Einlagen zu finden. Dr. Johannes Bauer, Orthopäde aus Friedberg, weist darauf hin, wie der Mensch  in der Evolution aus der Entwicklung des aufrechten Gangs ein System entwickelt habe, bei dem die Wahrnehmung des Bodens durch die Füße eine direkte Auswirkung auf die Stellung und Haltung des Körpers im Raum habe. Die Nervenbahnen, die für die Weiterleitung der Informationen und die Umsetzung in die Haltung zuständig sind, sollen über die sensomotorischen Einlagen erreicht werden, so die Erklärung von Dr. Bauer.  „Es gibt Messungen, die zeigen, dass, wenn wir an der Fußsohle stimulieren, Reaktionen im Gehirn, im Kleinhirn, ankommen, die für die Aufrichtung des Menschen zuständig sind. Das heißt, wir haben hier schon einen direkten nachweisbaren Effekt.“

Behandlung von Fußproblemen
Lassen sich mit sensomotorischen Einlagen Haltungsprobleme und Fußprobleme wie Platt-  und Senkfuß, Spreizfuß oder Hallux valgus behandeln? Dazu befragt die Reporterin OSM Philip Hanske, der sich auf die Versorgung mit sensomotorischen Einlagen spezialisiert hat und dort zahlreiche Behandlungserfolge erzielt hat. Hanske  erklärt den Unterschied zwischen klassischen und sensomotorischen Einlagen in der Reportage unter anderem dadurch, dass sensomotorische Einlagen nicht am Skelett, sondern an der Muskulatur ansetzen und durch Stimulierung von Muskeln die Haltung von Fuß und Bewegungsapparat verändern sollen. 

Mit dem Hinweis auf die Problematik, dass sensomotorische Einlagen nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, schließt der Beitrag – aber nicht ohne einen Tipp, wie sich die hohen Kosten dennoch reduzieren lassen.

Für die Orthopädieschuhtechnik nutzen
Insgesamt werden sensomotorischen Einlagen in dem Fernsehbeitrag positiv dargestellt, nicht zuletzt auch durch Zitate einer Tänzerin, die durch sensomotorische Einlagen ihre Knieschmerzen losgeworden ist. Insgesamt besitzt er hohen Aufklärungswert über diesen Einlagentyp, aber auch über die Berufsgruppen, die sich mit der Fußgesundheit beschäftigen - und somit auch über die Kompetenzen der Orthopädieschuhtechnik in diesem Bereich. Die Landesinnung Bayern berichtet denn auch, dass es nach dieser Sendung zahlreiche telefonische Nachfragen von Kunden in der Geschäftsstelle gegeben hat. „Da Gesundheitsthemen von der Bevölkerung gerne aufgenommen werden, bedeuten alle Sendungen, die sich dem Fuß widmen auch eine ausgezeichnete Werbung für unser Handwerk und die bayerischen Betriebe“, so die Landesinnung Bayern für Orthopädieschuhtechnik.

Die Landesinnung bietet an, dass die bayerischen Betriebe auf der Internetseite der Landesinnung ihr eigenes Leistungsprofil (sensomotorische/propriozeptive Einlagen, Sportversorgungen, Laufanalysen etc.) definieren.  Die wachsenden Zugriffszahlen auf den Webserver der Landesinnung belegen, wie stark im Internet gezielt Information gesucht werden. © sw/orthopädieschuhtechnik