12. November 2012

Praxisgebühr wird abgeschafft

Der Deutsche Bundestag hat die Abschaffung der Zuzahlung bei ärztlicher und zahnärztlicher Behandlung (Praxisgebühr) beschlossen. Die Praxisgebühr habe ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllt, so Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.

„Die Praxisgebühr wird zum 1. Januar Geschichte sein. Sie hat ihren eigentlichen Zweck, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, nicht erfüllt. Es ist daher der richtige Weg, dass wir die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung nutzen, um die Patientinnen und Patienten spürbar zu entlasten und gleichzeitig den bürokratischen Aufwand in den Arztpraxen abzubauen. Arzt und Patient haben dadurch wieder mehr Zeit für ein Gespräch“, kommentierte Bahr den Beschluss des Bundestags. Die Patienten würden damit um rund zwei Milliarden Euro pro Jahr entlastet.

Nach lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Regierungskoalition und Opposition darüber, wem die Abschaffung des Praxisgebühr zu verdanken sei, hatten schließlich alle 548 anwesenden Abgeordneten im Bundestag für die Abschaffung der Praxisgebühr gestimmt. „Das habe ich im Deutschen Bundestag noch nie erlebt“, äußerte  sich dementsprechend der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD).