10. Januar 2013

KVen kritisieren Diskussion um korrupte Ärzte

Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Berlin und Schleswig-Holstein haben einen grundlegenden Korruptionsverdacht gegenüber Ärzten zurückgewiesen. Die Debatte sei geprägt von pauschalen Formulierungen ohne belegbare Zahlen, kritisierte Dr. Ralph Ennenbach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Schleswig-Holstein.

Dr. Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, ist sich sicher, dass es sich um „wenige schwarze Schafe“ handelt, die es in jeder Berufsgruppe gebe. Den Vorwurf, Ärzte zu bestechen, will die Pharmaindustrie ausräumen. Der Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V. plant ab 2016 öffentlich zu machen, welcher Arzt wie viel Geld für Studien oder Vorträge bekommen und ob eine Pharmafirma seine Fortbildung bezahlt hat. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erwägt derzeit, das Berufs- und Sozialrecht für Ärzte zu verschärfen. Er machte aber deutlich, Niedergelassene nicht zu Angestellten der Krankenkassen zu machen.