16. Januar 2013

DAK Gesundheit veröffentlicht Infos für Hilfsmittel-Vertragspartner

Nach der Fusion von DAK-Gesundheit und Saint-Gobain BKK zum 1. Januar 2013 hat die DAK-Gesundheit über Zuständigkeiten und organisatorische Anpassungen im Hilfsmittelbereich informiert.

Zuständigkeiten
Ab dem 1. Januar 2013 werden die DAK-Hilfsmittel-Kompetenz-Zentren auch für die Versicherten der Saint-Gobain BKK zuständig sein. Die regionale Zuordnung bleibt dabei erhalten. Bei der Nutzung elektronischer Kostenvoranschläge erfolge eine automatische Zuordnung – der eKV sei daher für Kostenübernahmeanträge zu empfehlen. Im elektronischen Verfahren können sowohl die bisherige BKK-Versichertennummer als auch die lebenslange Versicherten-Nummer oder die neue DAK-Versichertennummer verwendet werden.

Verträge
Seit dem 1. Januar 2013 (Abgrenzungskriterium ist das Abgabedatum) gelten die Verträge der DAK-Gesundheit. Dies können sowohl direkt mit der DAK-Gesundheit abgeschlossene Verträge oder Beitritte als auch über den vdek geschlossene Verträge oder Beitritte sein. Ausnahme: Für genehmigte Leistungen sind die bewilligten Konditionen verbindlich.

Die BKK-Verträge können nicht mehr als Grundlage für Kostenvoranschläge oder Abrechnungen für Versorgungen ab 1. Januar 2013 verwendet werden. Leistungserbringer, die bisher mit der Saint-Gobain BKK einen Vertrag hatten, jedoch nicht mit der DAK-Gesundheit, können die Verträge online einsehen und einen Beitritt beantragen (auf www.dak-leistungserbringer.de in der Rubrik „Hilfsmittel“ unter dem Eintrag „Vertragsbeitritte“).

Kostenvoranschläge
Der elektronische Kostenvoranschlag (eKV) ist für alle Versicherten der DAK-Gesundheit, also unabhängig von der Alt-Mitgliedschaft in DAK Gesundheit oder Saint-Gobain BKK, freigegeben. Der Zugang erfolgt über das bisherige DAK-Login. Eventuell notwendige Freischaltungen in der eigenen Branchensoftware seien direkt mit dem Branchensoftwarehersteller zu klären. Leistungserbringer, die noch keinen Zugriff auf die eKVA-Plattform haben, sollen sich an die Fa. medicomp (Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

Die bisherige Annahmedatenbank der Saint-Gobain BKK ist abgeschaltet worden. Elektronische Kostenvoranschläge für Versicherte der Saint-Gobain BKK können ab jetzt über die MIP-Plattform angenommen werden. Bis zum 28. Dezember 2012 noch nicht entschiedene Kostenvoranschlägeder Saint-Gobain BKK müssen aus organisatorischen Gründen erneut über die MIP-Plattform eingereicht werden.

Umgang mit Fall-/Vergütungspauschalen
Bis zum 31. Dezember 2012 von der Saint-Gobain BKK bewilligte Vergütungspauschalen behalten bis zum vertragsgemäßen Zeitablauf ihre Gültigkeit. Erstversorgungen sind ab 1. Januar 2013 nach den Konditionen der DAK-Verträge zu beantragen. Bei der Fälligkeit von Folgeversorgungspauschalen ohne Austausch des Hilfsmittels beim Versicherten kaufe die DAK Gesundheit die Hilfsmittel zum Zeitwert im Rahmen einer Neulieferung ab, sofern die DAK-Verträge eine Neulieferung-Wiedereinsatz-Regelung vorsehen. Entsprechende Vereinbarungen wurden mit allen Vertragspartnern bereits bei der vorherigen Fusion geschlossen und gelten analog weiter.

Abrechnungsverfahren
Die Institutionskennzeichen (IK) der Saint-Gobain BKK, der Saint-Gobain BKK-Pflegekasse, der DAK-Gesundheit und der DAK-Gesundheit-Pflegekasse bleiben gültig. Das gilt auch für die Kassennummer bzw. regionalen Krankenversichertenkarten-IK. Neu ist, dass es ab dem 01.01.2013 bundesweit nur noch eine zentralen Daten- und Papierannahmestelle für Hilfsmittelabrechnungen der Sonstigen Leistungserbringer gibt.

Derartige Rechnungen sind ab dem 01.01.2013 für Versicherte der DAK Gesundheit an die INTER-FORUM AG zu adressieren.

Weitere Infos unter

www.dak.de sowie unter www.inter-forum.de und www.arz-emmendingen.de