18. März 2013

ZDH: 86 Prozent der Handwerksbetriebe bieten familienfreundliche Arbeitszeitmodelle

Eine aktuelle Untersuchung des Ludwig-Fröhler-Instituts weist auf die Vielfalt freiwilliger, unbürokratischer Lösungen in Handwerksunternehmen und auf deren Erfolg in der betrieblichen Praxis hin. "Mehr als zwei Drittel aller befragten Unternehmen stellen fest, dass es weitgehend gelingt, die Arbeitszeitwünsche von Eltern zu erfüllen, ohne betriebliche Interessen zu gefährden", stellt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), die Familienfreundlichkeit im Handwerk heraus.

Die Untersuchung ergibt:

  • 38 Prozent aller Handwerksbetriebe führen Arbeitszeitkonten – ein Wert, der deutlich über dem Vergleichswert der gesamten Wirtschaft liegt (2010: 28 Prozent laut IW); 
  • 70 Prozent aller Handwerksbetriebe bieten Teilzeitbeschäftigung;
  • in jedem dritten Handwerksbetrieb gibt es flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten bzw. Gleitzeitmodelle;
  • auch kleine Handwerksbetriebe unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Suche nach Betreuungseinrichtungen für Kinder.

Die Befragung weist aus, dass 86 Prozent aller Handwerksbetriebe zumindest eines der abgefragten familienfreundlichen Arbeitszeitmodelle anbieten. Im Handwerk sind über drei Viertel aller Betriebe Familienbetriebe, in denen oft auch die eigenen Kinder ausgebildet und beschäftigt werden. Kentzler: "Familienfreundlichkeit wird in diesen Betrieben gelebt."

Die Publikation „Familienfreundlichkeit von Handwerksbetrieben – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung“ steht ab sofort über die Internetseite des Instituts unter dem Link kostenfrei zum Download zur Verfügung. Zum Download