30. April 2013

Elektronische Gesundheitskarte: gematik erteilt Zuschlag für neue Kartengeneration

Der Zuschlag für die Kartengeneration 2 (G2) der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist erteilt. Die zwei identischen Lose der EU-weiten Ausschreibung vom 28. Juli 2012 wurden an Giesecke & Devrient GmbH (Los 1) und T-Systems International GmbH (Los 2) vergeben. Durch den Generationswechsel der eGK soll der Datenschutz und die Datensicherheit in der Telematikinfrastruktur erhöht werden.

Mit diesem Schritt, so gematik, würden die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für die Zukunft empfohlenen stärkeren und langfristig geeigneten kryptographischen Verfahren umgesetzt. Ein sogenannter Multireferenz-PIN soll dafür sorgen, dass vom Karteninhaber gezielt Bereiche der elektronischen Gesundheitskarte freigeschaltet werden können. Zusätzlich kann die Gültigkeitsdauer der eGK nun deutlich gesteigert werden.

Der erteilte Auftrag an die Industrie umfasst die Entwicklung eines Kartenbetriebssystems (des sogenannten Card Operating Systems, kurz COS) für die Karten der Generation 2 sowie der Objektsysteme für die Kartentypen elektronische Gesundheitskarte (eGK), Heilberufsausweis (HBA), Institutionskarte (SMC-B) und Gerätekarten (SMC-K, SMC-KT). Die Testkartenlieferung sowie die Lieferung von initialisierten Karten der Generation 2 sind ebenfalls Gegenstand der Beauftragung.