30. Januar 2014

Weichen für weiteres Wachstum gelegt – Caspar America erläutert die Übernahme durch Ottobock

Nach der Übernahme des Unternehmens Jos America durch Ottobock hat Geschäftsführer Caspar America eine Erläuterung  dazu gegeben, weshalb er die Zukunft seines Unternehmens in diesem Sinne regelt.

Dass das Unternehmen Jos America gut da steht, daran lässt Caspar America keinen Zweifel: „Vier Jahre nach unserem Umzug nach Nieuwkuijk kann ich zurecht behaupten, dass es dem Unternehmen Jos America mit seinen engagierten Mitarbeitern gelungen ist, ein solides Fundament in den Bereichen aufzubauen, in denen wir weltweit als Maschinenhersteller und Werkstatteinrichter aktiv sind: Schuhreparatur, Orthopädie-Schuhtechnik, Orthopädie-Technik und Podotherapie.“ Insbesondere die zunehmende Entstehung neuer Orthopädie-, Orthopädieschuhtechnik- und Schuhreparatur-Fachbetriebe außerhalb Europas habe zu einer wachsenden Nachfrage bei der Planung und Einrichtung von Betrieben geführt.

Sowohl vom Umsatz her als auch personell sei Jos America kontinuierlich gewachsen, berichtet Caspar America. „Wir konnten im Jahr 2012 einen Umsatzwachstum von 30 Prozent und im Jahr 2013 ein Wachstum von 21 Prozent erzielen. Das sind hervorragende Zahlen! In den vergangenen Jahren haben alle Geschäftsfelder von Jos America zu diesem Wachstum, das wir auch dank einiger interessanter Projekte außerhalb Europas erzielt haben, beigetragen. Um in der Zukunft für das weitere Wachstum vorbereitet zu sein, haben wir unsere Produktionsstätte und unsere Vertriebsorganisation für die Zukunft gerüstet.“

Das Wachstum des Unternehmens sei vielen Anbietern von Orthopädietechnik-Produkten nicht verborgen geblieben. Vielmehr sei das Interesse an Zusammenarbeit erkennbar gewesen, auch von Unternehmen, die derzeit keine Werkstatteinrichtungen anbieten. Auch private Investoren hätten Interesse bekundet. „ Obwohl diese oft finanziell attraktive Angebote vorgelegt haben, schien mir dies nicht der richtige Weg für die Zukunft. Mein Interesse gilt der Kontinuität des Unternehmens und seiner Mitarbeiter“, erklärt Caspar America seine jetzige Entscheidung für Ottobock.

„Weil der weltgrößte Anbieter von Werkstatt-Ausstattung in der Orthopädie-Technik, Ottobock, seine Produktion für Werkstattausrüstung teilweise ausgelagert hat, hatte ich bereits vor über 10 Jahren Kontakte zu Ottobock geknüpft. Jedoch war im Jahr 2003 die Zeit noch nicht reif für eine Zusammenarbeit. Jetzt aber schon! Im November 2012 fanden die ersten Gespräche statt. Es folgte eine Phase der Beratung. Durch Offenheit und Wohlwollen beider Seiten wuchs ein gutes Verhältnis sowie gegenseitiger Respekt und Vertrauen. Wir waren schnell überzeugt, dass eine Zusammenarbeit für beide Unternehmen viele Vorteile hat,“ erklärt Caspar Amerika. „Ottobock und Jos America haben viele Investitionen geplant, um weiter zu wachsen und um Ihnen auch in der Zukunft qualitativ hochwertige und innovative Produkte anzubieten. Das weltweite Ottobock- und Jos America-Vertriebsnetzwerk wird dieses Vorhaben ausgezeichnet unterstützen können.“ 

Auch persönliche Gründe haben in seine Entscheidung hineingespielt, so der Wunsch, den eigenen Kindern die freie Entscheidung über ihre berufliche Zukunft zu lassen, sowie eine Erkrankung in der Vergangenheit.

Die Marke bleibt erhalten
Die Zusammenarbeit mit Ottobock werde zu keinen großen Veränderungen führen. So soll in der Schuhreparatur, Orthopädie-Schuhtechnik, Podotherapie und Podologie die Marke Jos America weiter existieren. Die sei der logische Schritt aus dem sehr guten Ruf in diesem Bereich. In der Orthopädie-Technik werde man den weltweit bekannten Namen Ottobock weiterführen.

Caspar America möchte dem Unternehmen weiterhin erhalten bleiben: „Die nächsten Jahre werde ich mich weiter intensiv in der Firma einbringen, denn ich fühle mich jung und energisch genug. Allerdings bin ich auch froh, dass das Unternehmen nicht mehr so abhängig von einer einzelnen Person ist.“ 

© sw/orthopädieschuhtechnik