28. Februar 2014

Umsatzsteuerbefreiung für Podologen

Mit Urteil vom 7. Februar 2013 (Az. V R 22/12) hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass eine Person, die eine Ausbildung zur Podologin beziehungsweise zum Podologen absolviert hat, im Regelfall bereits dann über die erforderliche Berufsqualifika­tion zur Erbringung steuerfreier Heilbehandlungsleistungen gemäß dem Umsatzsteuergesetz verfügt, wenn sie die staatliche Prüfung nach dem Podologengesetz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Podologen mit Erfolg abgelegt hat. In einem Schreiben vom 31. Januar 2014 ändert nun das Bundesministerium der Finanzen (BMF) den Umsatzsteuer-Anwendungserlass.

Eine umsatzsteuerfreie, ähnliche heilberufliche Tätigkeit üben demnach nun auch unter anderem Podologen aus. Die Steuerbefreiung kann von ihnen für die medizinische Fußpflege in Anspruch genommen werden. Die Grundsätze dieses Schreibens sind in allen offenen Fällen anzuwenden. Für Umsätze, die vor dem 1. April 2014 erbracht werden, wird es nicht beanstandet, wenn der Unternehmer seine Leistungen abweichend von Abschnitt 4.14.4 Abs. 11 UStAE umsatzsteuerpflichtig behandelt.