17. März 2014

Bundesregierung bekennt sich zum Meisterbrief und zur Kammerstruktur

Foto: ZDH/Ortrud Stegner
v.l.: Moderator Dr. Norbert Lehmann, Daniel Calleja Crespo, Generaldirektor der GD Unternehmen und Industrie in der Europäischen Kommission sowie europäischer KMU-Beauftragter, Iris Gleicke, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Hans Peter Wollseifer, ZDH-Präsident, Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie des Freistaates Bayern, Heinrich Traublinger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der GHM, Dieter Dohr, Vorsitzender der GHM-Geschäftsführung; Foto: ZDH/Ortrud Stegner

Ein klares Bekenntnis zum Meisterbrief und der dualen Ausbildung und den sie tragenden Strukturen der Handwerkskammern hat Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) abgelegt.

„Die duale Ausbildung, wie sie im Handwerk praktiziert wird, hat Vorbildcharakter in Europa. Daran halten wir fest. Wir bekennen uns auch zu den Kammern. Die Selbstverwaltung ist mit unserem dualen Bildungssystem seit Jahrzehnten fest verbunden“, sagte Gleicke zur Eröffnung der IHM in München.

Die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und stellvertretende Ministerpräsidentin, Ilse Aigner, bekräftigte ebenfalls die Rückendeckung für den Meisterbrief  im Handwerk. Daniel  Calleja Crespo, Generaldirektor in der EU-Kommission und KMU-Beauftragter, stellte klar, dass Brüssel nicht an einen Angriff auf den Meisterbrief denke, der Garant für die Qualität der deutschen dualen Ausbildung  sei.

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer wiederholte seine Kritik an den Plänen der Bundesregierung für eine neue Frühverrentung. „Über 400.000 Mitarbeiter im Handwerk sind über 60. Wenn 20 Prozent von Ihnen die Rente mit 63 ohne Abschläge in Anspruch nehmen, bekommen die Betriebe einen Fachkräfteengpass, der schwer zu bewältigen ist.“ Er verwies außerdem auf die Kosten: „Nur 15 Jahrgänge profitieren, alle anderen müssen es bezahlen.“