18. März 2014

Neue Meisterprüfungsverordnung im Schuhmacher-Handwerk

ZDS: Das Schuhmacher-Handwerk mit seinen rund 2.730 selbstständigen Betrieben erhält eine neue Meisterprüfungsverordnung. Sie tritt am 1. Juli 2014 in Kraft.

Das mit der Novelle an die aktuellen Anforderungen angepasste Tätigkeitsspektrum der Schuhmachermeisterin und des Schuhmachermeisters umfasst beispielsweise die Anfertigung von Maßschuhen, das fußgerechte Bearbeiten von Maß- und Konfektionsschuhen sowie die Instandsetzung von Schuhen. Für die Schuhmachermeister gilt es, allgemeine anatomische Gegebenheiten von Füßen und Beinen, aber auch allgemeine pathologische Besonderheiten des Stütz- und Bewegungsapparates zu kennen und zu berücksichtigen.

Bei dem Schuhmacher-Handwerk handelt es sich um ein zulassungsfreies Handwerk. Dies bedeutet, dass die bestandene Meisterprüfung - anders als bei zulassungspflichtigen Handwerken - für die selbstständige Berufsausübung nicht obligatorisch ist. Die Handwerksordnung sieht jedoch die Option einer freiwilligen Meisterprüfung vor. "Der freiwillige Meisterabschluss ist ein Ausweis gegenüber anderen Selbstständigen im Schuhmacher-Handwerk für eine herausgehobene Qualifikation und stellt zugleich ein verlässliches Gütesiegel für die Kunden dar, das für handwerkliches Können und Kundenorientierung steht", so das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Neufassung der Meisterprüfungsordnung wurde vom Verband des Deutschen Schuhmacherhandwerks (ZDS) veranlasst und maßgeblich mitgestaltet.