09. April 2014

BVMed-Positionspapier fordert Qualität und volkswirtschaftliches Denken in der Diabetes-Versorgung

Der BVMed hat ein Positionspapier zur qualitätsgerechten Versorgung von Diabetes-Patienten veröffentlicht. Diese gelinge nur durch das Angebot qualitativ hochwertiger Produkte sowie Service- und Dienstleistungen, die durch qualifiziertes Fachpersonal erbracht werden.

Ziel müsse sein, die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit der Betroffenen durch eine hochwertige Versorgung zu erhalten und zu fördern. "Qualitativ hochwertige Produkte, Service- und Dienstleistungen, die angemessen vergütet werden, sind unabdingbare Voraussetzung, um den Diabetes mellitus zu überwachen und damit beherrschbarer zu machen, die Therapie und damit die Lebenswelt eigenverantwortlich zu steuern", heißt es in dem Papier.

Langfristig denken: Kosten für Folgeerkrankungen berücksichtigen
In dem Positionspapier regt der BVMed zu einer langfristigen und nachhaltigen volkswirtschaftlichen Betrachtung der Auswirkungen von Diabetes mellitus an. In Deutschland leben über 6 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus. Experten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus. "Die Kosten für die Behandlung von Komplikationen des Diabetes mellitus sind ein Vielfaches so hoch wie die Kosten für die Behandlung der Grunderkrankung selbst", so der Verband. Eine optimierte Betreuung und Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus sowie der kosteneffiziente Einsatz der Mittel könnten nur durch eine angemessene Vergütung und die zeitnahe Erstattung einer qualitätsgerechten Versorgung sichergestellt werden.

Der BVMed sieht Hersteller, Leistungserbringer, Ärzte und Krankenkassen sowie die maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung in der gemeinsamen Verantwortung, eine qualitativ hochwertige Versorgung der Betroffenen unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschrittes und zu wirtschaftlichen Konditionen sicherzustellen. "Zur Umsetzung dieser Ziele fordern wir zum institutionen- und verbandsübergreifenden, konstruktiven Dialog auf", so der Appell des Verbandes