05. Mai 2014

Erste Nationale Stiftungsprofessur 'Paralympischer Sport' eingerichtet

v.l.n.r.: Errol Marklein, Dr. Thomas Abel, Dr. Joachim Breuer, Prof. Dr. Walter Tokarski, Hans Peter Durst, Friedhelm Julius Beuche

Die Deutsche Sporthochschule Köln hat eine weltweit einzigartige Stiftungsprofessur „Paralympischer Sport“ eingerichtet. Mit Dr. Thomas Abel, einem ausgewiesenen Experten im Behindertensport, wird die Stelle hochkarätig besetzt. Die Stiftungsprofessur entstand in Kooperation mit dem Stifter Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und dem Initiator Deutscher Behindertensportverband (DBS).

Forschung im Bereich des Leistungssports, um eine optimale Betreuung von nationalen Athletinnen und Athleten zu gewährleisten, wird dabei ebenso ein Schwerpunkt innerhalb der Ausrichtung der Professur sein, wie auch die Schaffung und Weiterführung von Möglichkeiten in der universitären Lehre in allen Studiengängen der Hochschule. Dabei wird es von großer Bedeutung sein, die nahezu 2.000 Studierenden des Lehramts auf inklusive Lehr- und Lernsituationen vorzubereiten; ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Stu­dienmöglichkeiten für Menschen mit einer Behinderung an der Hochschule zu verbessern. „Das sind große Herausforderungen, die auf die Hochschule war­ten, und wir freuen uns, diese Aufgaben zusammen mit unseren Kooperations­partnern, dem Deutschen Behindertensportverband sowie dem Stifter, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, anzugehen“, so der Rektor der Sporthochschule Köln Prof. Dr. Walter Tokarski.

„Diese Stiftungsprofessur ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichbehand­lung und letztlich zur Gleichstellung des Behindertensports innerhalb der deutschen Sportbewegung“, sagte der Präsident des Deutschen Behinderten­sportverbands e.V. (DBS), Friedhelm Julius Beucher. „Nicht nur mit ihrer Exis­tenz, sondern auch mit ihrer exzellenten Besetzung wird sie den nationalen Sport maßgeblich beeinflussen und international beispielhaft ausstrahlen.“ Die vom DBS angeregte und vom DBS-Kooperationspartner, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), geförderte Stiftungsprofessur werde dazu „beitragen, den Gedanken der Inklusion im Sport und in allen anderen Sektoren unseres Alltagslebens voranzubringen und zu verankern“, begründete Beucher die Notwendigkeit dieser Institution an der Deutschen Sporthoch­schule. „Sicher wird die Professur auch ein Anreiz für Menschen mit Behinde­rung sein, an der Deutschen Sporthochschule zu studieren, wofür wir werben werden.“

Die Stiftungsprofessur ist auf fünf Jahre ausgelegt. Abel verfügt über ausgewiese­nes Expertenwissen und jahrelange Erfahrung im Behindertensport sowie über wichtige Kontakte in den paralympischen Sport. In den vergangenen Jahren hat der Sportwissenschaftler auch im Rahmen der Paralympischen Spiele deut­sche Athletinnen und Athleten wissenschaftlich betreut. „Ich freue mich sehr auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den starken Partnern, die diese Stif­tungsprofessur möglich gemacht haben. In den letzten 15 Jahren meiner Arbeit habe ich sehr davon profitiert, Menschen mit Behinderungen  zu be­gegnen und mit ihnen arbeiten zu dürfen. Ich hoffe, ich werde hier anknüpfen können und mithelfen, Dinge in Bewegung zu setzen, die unserer Gesellschaft gut tun.“