02. Juli 2014

NDR-Magazin kritisiert Einsatz externer Hilfsmittelberater

Das NDR-Politikmagazin "Panorama 3" hat in einer Sendung vom 10. Juni 2014 über externe Hilfsmittelberater und Schwierigkeiten in der Bewilligung von Hilfsmitteln berichtet. In dem Magazin wurde der Eindruck vermittelt, gesetzliche Krankenkassen würden bei der Bewilligung von Hilfsmitteln, wie Rollstühlen oder Prothesen, zum Nachteil der Versicherten Kosten drücken und günstigere Hilfsmittel anstelle der medizinisch indizierten genehmigen.

Laut Sozialgesetzbuch sind die Krankenkassen verpflichtet, vor der Bewilligung eines verschriebenen Hilfsmittels zu prüfen, ob dieses vom Patienten wirklich benötigt wird. Dafür war bislang der unabhängige Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) zuständig. Zunehmend beauftragen Krankenkassen private Gutachter als externe Hilfsmittelberater. In dem Magazin berichteten Patienten, dass diese Berater häufig zu günstigeren Hilfsmitteln raten und dass sie teilweise mehrere Monate um ihre Hilfsmittel kämpfen mussten, teilweise, obwohl der MDK die betreffenden Hilfsmittel bereits bereits bewilligt hatte.

Die oberste Aufsichtsbehörde der bundesunmittelbaren gesetzlichen Krankenkassen, das Bundesversicherungsamt, hat sich kürzlich klar positioniert und festgestellt, dass der Einsatz der privaten Hilfsmittelberater durch die Krankenkassen unzulässig sei.

Zum Fernsehbeitrag des NDR:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Sparen-am-Patienten-Trick-der-Krankenkassen,krankenkassen190.html