02. Juli 2014

Bernd Wegner zum neuen HWK-Präsidenten gewählt

Schuhmachermeister Bernd Wegner ist neuer Präsident der HWK des Saarlandes. Foto: HWK Saarland

Die 45 Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) haben am 24. Juni 2014 auf ihrer konstituierenden Sitzung Bernd Wegner mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Der 57-jährige Schuhmachermeister aus Riegelsberg war zehn Jahre lang im Vorstand der HWK als Vizepräsident aktiv und ist zudem seit 1999 Mitglied des saarländischen Landtages. Wegner ist Nachfolger von Hans-Alois Kirf, der nach 10-jähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte.

Für die Zukunft sieht der neue Präsident schwerpunktmäßig fünf Handlungsfelder für seine Arbeit. Sie betreffen erstens den Erhalt des Meisterbriefs. Angriffen darauf, wie dies zurzeit durch die EU-Kommission geschehe, will Wegner entschlossen entgegentreten. Die zweite Herausforderung sieht er in der Fachkräftesicherung. Qualifizierter Nachwuchs sei das A und O für einen so personalintensiven Wirtschaftszweig wie das Handwerk. Die Nachwuchswerbung zu intensivieren, wie dies beispielsweise durch die Imagekampagne des deutschen Handwerks geschieht, und dafür zu sorgen, dass junge Menschen ins Handwerk gehen, ob als Mitarbeiter oder als Unternehmer, zähle für ihn zu den dringlichsten Aufgaben, betonte Wegner.

Den dritten Schwerpunkt legt er auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Mittelstand. In diesem Zusammenhang erteilt er der geplanten KSVG-Änderung, die die wirtschaftliche Tätigkeit der Kommunen durch die Hintertür ermöglichen will, eine eindeutige Absage. In Sachen Energiewende, seinem vierten Schwerpunkt, gelte es dem Thema Energieeffizienz den notwendigen Stellenwert zu geben, der ihm zusteht. Die Energiewende sei ohne Handwerk nun mal nicht möglich. Deshalb müsse zukünftig auch mehr auf die regionalen Beratungskompetenzen gesetzt werden wie beispielsweise auf das Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum.

Den fünften Schwerpunkt sieht Wegner in die Weiterentwicklung der HWK. Sie müsse sich im Bildungsmarkt weiter profilieren und die Angebote konsequent an den Anforderungen der Zukunft ausrichten. In der Modernisierung des HWK-Berufsbildungszentrums sieht er deshalb einen zentralen Baustein seiner Arbeit.