15. Juli 2014

IQWiG feiert zehnjähriges Bestehen

Mit einem Dank an die Mitarbeiter, aber ebenso an die Träger der Institutsstiftung hat Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Ende Juni bei einem Empfang in Berlin das zehnjährige Bestehen seiner Organisation gewürdigt.

Die Träger sicherten und achteten die fachliche Unabhängigkeit des IQWiG, betonte Windeler, obwohl er sicher sei, „dass dem ein oder anderen diese Haltung nicht immer leicht gefallen ist“. Unabhängigkeit sei aber die Grundlage der Institutsarbeit. Windeler, seit vier Jahren Institutsleiter, bedankte sich bei seinem Vorgänger Peter Sawicki: „Der Erfolg des IQWiG ist auch sein Verdienst.“

Im Juni 2004 wurde die Stiftung gegründet. Die dem Stiftungsrat angehörenden Träger sind der Spitzenverband Bund der Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Im Oktober 2004 nahmen die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit auf, und im November bezog ein damals 16-köpfiges Team eigene Räume in Köln-Kalk.
Im Dezember beauftragte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das IQWiG per Generalauftrag, eigenständig Themen aufzugreifen und die wissenschaftlichen Ergebnisse als Arbeitspapiere zu veröffentlichen. Im Auftrag des G-BA recherchiert, sammelt und bewertet das Institut zudem den aktuellen medizinischen Wissensstand zu vorgegebenen diagnostischen und therapeutischen Verfahren bei ausgewählten Krankheiten. Ab sofort kann man auf der Homepage des Instituts in einer Broschüre nachlesen, welche Anforderungen die Arbeit des IQWiG geprägt haben.

Den Empfang nutzte Windeler auch, um drei Wünsche zu äußern: Er regte an, die Zusammenarbeit zwischen IQWiG, Selbstverwaltung und wissenschaftlichen Fachgesellschaften konstruktiv weiterzuentwickeln, zügig zu einer angemessenen Nutzenbewertung von Medizinprodukten zu gelangen und angemessene Strukturen für Evidenz zu schaffen.