30. November -0001

Junge Wissenschaftler tauschen sich aus

Promovend Thomas Stief erläuterte beim Doktoranden-Symposium sein Projekt „Langzeitwirkungen spezieller orthopädischer Fußorthesen mit neuromuskulär wirkenden Elementen bei Patienten mit chronischen Lendenwirbelsäulenbeschwerden“. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Die Fachhochschule Münster und die Hochschule Osnabrück luden zum gemeinsamen Doktoranden-Symposium ein. Die Motivation der Promovierenden, der Einladung zum Symposium zu folgen, reicht von Nutzen der Gelegenheit zur Übung für eine geplante Präsentation auf einer nationalen oder internationalen Konferenz bis dahin, sich einen Meilenstein zur Selbstreflektion der bisherigen Forschungsergebnisse zu setzen. Anregende Diskussionen gab es auch auf der Posterausstellung, bei der die Promovenden Kontakte knüpften und Erfahrungen austauschten.

Laut Statistik der Krankenkassen sind Rückenschmerzen für fast ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Bei etwa jedem zehnten Patienten sei der Schmerz chronisch. Seit einiger Zeit gehören spezielle orthopädische Schuheinlagen mit neuromuskulär wirkenden Elementen zur Therapie – deren Wirkung steht im Mittelpunkt der Promotion von Thomas Stief.

Beim Doktoranden-Symposium 2014 hat der Diplom-Ingenieur nun die bisherigen Ergebnisse seines Projekts vorgestellt, in dem er die Langzeitwirkungen dieser Fußorthesen bei Patienten mit chronischen Lendenwirbelsäulenbeschwerden untersucht hat. Stief war einer der jungen Wissenschaftler, die beim dritten gemeinsamen Symposium der Fachhochschule Münster und der Hochschule Osnabrück teilnahmen.

„Die Motivation der Promovierenden, der Einladung zum Symposium zu folgen, ist sehr vielfältig“, sagte Prof. Dr. Isabel von Keitz, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Promotionskollegs der FH Münster. Manche nutzten die Gelegenheit zur Übung für eine geplante Präsentation auf einer nationalen oder internationalen Konferenz, andere setzten sich einen Meilenstein zur Selbstreflektion der bisherigen Forschungsergebnisse.

Für Stief, der am Fachbereich Physikalische Technik bei Prof. Dr. Klaus Peikenkamp und an der Universität Münster bei Prof. Dr. Heiko Wagner promoviert, bot das Symposium eine gute Möglichkeit, sein Projekt fachbereichsübergreifend zur Diskussion zu stellen. „Die Anregungen schärfen den Blick auf das Promotionsvorhaben und können die Qualität erhöhen“, so der Doktorand. Zudem sei das Treffen für den Austausch zwischen den jungen und erfahrenen Wissenschaftlern wertvoll.

Anregende Diskussionen gab es auch auf der Posterausstellung, bei der die Promovenden Kontakte knüpften und Erfahrungen austauschten. Stief: „Mich hat hier vor allem das breite Forschungsspektrum an beiden Hochschulen und damit auch die Themenvielfalt für die Promotionen beeindruckt.“

Das Promotionskolleg

Als eine der ersten Fachhochschulen hat die FH Münster 2008 ein Promotionskolleg eingerichtet. Hervorragende Studierende erhalten die Möglichkeit, in einem dreijährigen Programm ihr Promotionsvorhaben zu verwirklichen und sich gleichzeitig für einen nachfolgenden Karriereweg in Wirtschaft oder Wissenschaft zu qualifizieren. Zur Sicherung internationaler wissenschaftlicher Standards kooperiert die Hochschule dabei mit in- und ausländischen Universitäten. Das Promotionskolleg bietet ein kontinuierliches Angebot an Veranstaltungen an, für die Credit Points vergeben werden. Neben dem Seminarangebot zu Forschungsmethoden, Forschungstheorie sowie Academic writing skills berücksichtigt das Kolleg auch die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen, wie beispielsweise Projektmanagement, Präsentations- und Kommunikationstechniken oder Interkulturalität.

Den Nachwuchswissenschaftlern dienen die Angebote als Plattform für Forschungsaustausch und Networking-Aktivitäten. Die Veranstaltungen sind so angelegt, dass sie die Interdisziplinarität fördern und die Einordnung der eigenen Arbeit in internationale Entwicklungen ermöglichen. Zur Qualifizierung der Doktoranden für Karriere in Wissenschaft und Wirtschaft sowie zur Förderung des fachlichen Austausches und des Wissenstransfers veranstaltet das Promotionskolleg regelmäßig Seminare, Workshops und Symposien.