08. Oktober 2014

Welt-Thrombose-Tag: Aufklärung über Risiken und die geeignete Therapie

Obwohl rund 22 Millionen Menschen in Deutschland von Venenleiden betroffen sind, ist es um das Wissen zu Venenerkrankungen schlecht bestellt. Darauf weist die Herstellervereinigung Eurocom anlässlich des Welt-Thrombose-Tages am 13. Oktober 2014 hin.

Diese Erfahrung, dass die Betroffenen zu wenig über ihre Erkrankung wissen,  macht Professor Dr. Markus Stücker als Leitender Arzt am Venenzentrum im St. Maria-Hilf-Krankenhaus in Bochum häufig. Dass  der in diesem Jahr  erstmals stattfindende Welt-Thrombose-Tag mehr Aufmerksamkeit für das Thema schaffen will, findet der Gefäßspezialist wichtig: "Nicht nur an Herzinfarkt oder Krebs kann man sterben, sondern auch Erkrankungen wie Thrombosen können lebensbedrohliche Folgen haben." Die gefährlichen Blutgerinnsel, die besonders häufig in den tiefen Beinvenen auftreten, können im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Lungenembolie führen.

Der Welt-Thrombose Tag findet auf Initiative der ISTH (International Society on Thrombosis and Haemostatis) statt. Geplant ist nicht eine einmalige Aktion, sondern eine jährlich stattfindende Veranstaltung unter Mitwirkung möglichst vieler Organisationen, die sich mit der Thrombose befassen. Mit dem Welt-Thrombose-Tag soll versucht werden, weltweit auf den Anstieg der Thromboseerkrankung aufmerksam zu machen. Insgesamt soll das Bewusstsein für die Bedeutung, die Risiken und die Anzeichen der Thromboseerkrankung innerhalb der Bevölkerung erhöht werden. Aber auch die Ärzte sollen sensibilisiert werden, geeignete Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten rechtzeitig anzuwenden.

Erste Wahl bei der Behandlung von venös bedingten Unterschenkelschwellungen ist neben der medikamentösen eine Kompressionstherapie, die durch medizinische Leitlinien geregelt ist.

Aktuell tragen rund 4,7 Millionen Menschen in Deutschland ärztlich verordnete Kompressionsstrümpfe. Acht von zehn Patienten gewinnen durch sie an Lebensqualität. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von eurocom, der Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel. 70 Prozent der befragten Patienten hatten durch ihre Kompressionsstrümpfe weniger Beschwerden, bei 51 Prozent gingen Schwellungen zurück, 38 Prozent gaben an, dass sich die Durchblutung verbesserte.

Weitere Informationen zum Welt-Thrombose-Tag: www.worldthrombosisday.org