19. November 2014

Orthopädieschuhmacher als Gastgeber der „Tour der Gesundheitswirtschaft“

Foto: ZVOS
Zu Gast bei OSM Daniel Bürkner (l.): (v.l.) Mario Czaja (Senator für Gesundheit und Soziales), Florian Graf (Vorsitzender der CDU Fraktion Berlin) und Dr. Gottfried Ludewig (Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin). (Foto: Michael Brunner)

Am 5. November 2014 besuchte der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, mit der CDU-Fraktion den Orthopädieschuhtechnik-Betrieb von Daniel Bürkner (Vorstandsmitglied ZVOS). Begleitet wurde er vom Vorsitzenden der CDU-Fraktion Berlin Florian Graf und dem Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Gottfried Ludewig, dem Gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Berlin.

Mit dabei beim Gastgeber Daniel Bürkner waren auch ZVOS-Hauptgeschäftsführer Oliver Dieck­mann und Torben Vahle, Referatsleiter beim ZDH und zuständig für die Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke. Auch die Presse war vor Ort. Die Politiker waren intensiv vorbereitet und hatten viele Fragen mitgebracht - vorab hatten sie sich gewünscht, Einblick in die Praxis der Orthopädieschuhtechnik zum bekommen.

An einem Patienten, der einen Unfall und im Nachgang eine miss­lungene Operation erlitten hatte und seitdem orthopädische Maßschuhe braucht, wurden die vielfältigen Arbeitsschritte demonstriert: die Untersuchung am Patientenfuß, die Analyse, der Scanner-Einsatz und das Maßnehmen. Der Patient war gut ausgewählt: Als Diabetiker klagte er über Neuropathien und hatte in vielen Teilen des Fußes kein Gefühl. Sehr anschaulich und eindringlich konnten so der Kongregation auch verdeutlicht werden, welche Methoden vom Orthopädieschuhmachermeister für die Vielzahl an Diabetikern unabdingbar benötigt werden. Die erforderliche Druckverteilung wurden den Zuschauern plastisch nahe gebracht.

OST-Geselle Marcel Käs (Foto: Michael Brunner) zeigte einzelne Arbeitsschritte der orthopädischen Maßschuhversorgung und konnte durch seine gewinnende Art das Publikum begeistern und in die Welt der Orthopädieschuh­technik mitnehmen. Käs stammt aus Gießen, ist bereits im Meis­terkurs und derzeit im Betrieb Bürkner tätig, um seine Erfahrungen zu erweitern.

Hauptgeschäftsführer Oliver Dieckmann machte sodann die Politiker schlau zu Ausbildungszahlen, Berufs- und Meis­terschulen. Dabei entstand eine  engagierte Diskussion zu den drängenden Themen Nachwuchs und Fachkräftemangel. Wichtig war den Gesundheitswirtschafts-Tour-Teilnehmern auch zu erfahren, wie die Vergütung von Mitarbeitern im Gesundheitshandwerk aussieht. Das Gehalt erwies sich dabei als Baustein für ein attraktives Berufsbild, aber derzeit auch stark vom Verhandlungsdruck mit den Krankenkassen bedroht.

Auch war die Politik sehr an Themen wie Struktur des Handwerks und der Innungen sowie des Zentralverbandes interessiert. Allgemeine gesundheitspolitische Themen schlossen sich an, bei denen Torben Vahle, Oliver Dieckmann und Daniel Bürkner Rede und Antwort standen und Forderungen der Gesundheitshandwerke positionieren konnten. Bürkner freute sich: „Die Notwendigkeit der Meisterpräsenz im Gesundheitshandwerk ist rüber gekommen – die Vielschichtigkeit und der hohe Anspruch des Handwerks, insbesondere aufgrund der besonderen Gefahrgeneigtheit für den Patienten, konnte unseren Gästen vermittelt werden.“