03. Dezember 2014

BVmed-Fachbereich Diabetes: Technischer Fortschritt muss Diabetes-Patienten schneller zur Verfügung stehen

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Die herkömmliche Blutzuckermessung hat den Nachteil, nur punktuelle Ergebnisse zu liefern. Der Nutzen einer kontinuierlichen Blutzuckermessung wurde bereits vom IQWiG bestätigt, hat aber noch kaum Eingang in die Versorgung gefunden. Foto: Skyfotostock/fotolia

Der BVMed-Fachbereich Diabetes fordert eine forcierte Förderung von Diabetes-Technologien durch klare Fristen bei der Bewertung und Aufnahme in die Erstattungskataloge. So werde die Aufnahme der Messgeräte für die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) trotz der sehr guten Studienlage weiter verzögert. Durch eine gezielte Innovationsförderung müsste der technologische Fortschritt den Diabetes-Patienten schneller zur Verfügung stehen, so die BVMed-Experten. Das entspräche auch den Zielen des Nationalen Diabetesplans.

Der BVMed-Fachbereich spricht sich vor diesem Hintergrund für einen offenen und konstruktiven Dialog mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) aus. So soll diskutiert werden, wie die Diabetesversorgung durch moderne Technologien effizient verbessert werden kann.

Ziel des BVMed-Fachbereichs Diabetes ist es, den Nationalen Diabetesplan zu unterstützen und bekannter zu machen. Zu einer qualitätsgerechten Versorgung von Diabetes-Patienten gehören nach Ansicht der BVMed-Experten die umfassende Bereitstellung von medizinisch notwendigen Produkten für Patienten durch qualifiziertes Fachpersonal. Ziel müsse es sein, den Patienten die entsprechende Eigenkompetenz zu vermitteln und damit ihre Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit zu erhalten und zu fördern.