16. Dezember 2014

Unterschriftenaktion gegen Ausschreibungen von Rollstühlen

Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio.de
Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Die zunehmende Praxis von Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung durch die Krankenkassen wollen die Orthopädietechniker nicht mehr hinnehmen. Gerhard Marx, stellvertretender Landesinnungsmeister der Landesinnung Hessen für Orthopädietechnik und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Reha des Fachbeirates Technische Orthopädie, hat eine Petition gegen die Ausschreibung von Rollstühlen in die Wege geleitet. Wer sie unterstützen möchte, kann sich an der Unterschriftenaktion beteiligen.

Bereits auf ihrer Delegiertenversammlung in Berlin hatten die Vertreter der (Landes-)innungen einmütig zum Ausdruck gebracht, dass sie Ausschreibungen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln weder als sinnvoll noch als zweckmäßig ansehen. Vielmehr sehe man eine Gefährdung sowohl sowohl des Patientenwohls wie auch der Existenz von kleinen und mittleren OT-Betrieben. Die Hilfsmittelversorgung lebe von der wohnortnahen Versorgung und ihrem Dienstleistungsanteil, weil sie individuell an Bedürfnisse der Patienten angepasst werden müsse. Die weit verbreitete Vorstellung „Ausschreibungen“ seien gut für den Wettbewerb, sei im Falle der Hilfsmittelversorgung klar zurückzuweisen. Durch Ausschreibung werde der Wettbewerb durch das Monopol des Ausschreibungsgewinners ersetzt und freie Marktstrukturen zerstört.

Die Petition gegen die Rollstuhl-Ausschreibung richtet sich direkt an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Wenn mindestens 50.000 Personen die Petition unterstützen, wird über sie voraussichtlich im Petitionsausschuss öffentlich beraten, der Petent wird zu dieser Beratung eingeladen und erhält Rederecht.

Die Teilnahme an der Unterschriftenaktion ist digital unter www.openpetition.de/petition/online/ausschreibung-von-rollstuehlen-verbieten möglich.