19. Dezember 2014

Bundestag stärkt den Meisterbrief und die duale Ausbildung

ZDH: Nach Bundesregierung und Bundesrat hat sich am 18. Dezember auch der Deutsche Bundestag klar zum Meisterbrief und zum qualifikationsgebundenen Berufszugang im Handwerk bekannt. "Das Handwerk wird so gestärkt an seinem Ziel festhalten, durch hohe Qualifikationsstandards für Ausbildung, Qualität und Verbraucherschutz bei handwerklichen Leistungen in Deutschland zu sorgen", bekräftigt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Wollseifer begrüßt, dass sich die Abgeordneten fraktionsübergreifend mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen für den Antrag der Regierungsfraktionen "Der deutsche Meisterbrief – Erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die Ausbildung" ausgesprochen haben. "Das ist ein eindeutiges, unumkehrbares Signal an die EU", so Wollseifer. Zudem enthält der Antrag viele weitere Punkte, in denen die Bundesregierung aufgefordert wird, das Handwerk und seine Selbstverwaltung zu stärken.

Mit einer Ausbildungsquote von acht Prozent bilden Handwerksbetriebe doppelt so viel aus wie andere Wirtschaftsbereiche. 95 Prozent der Jugendlichen werden dabei in meisterpflichtigen Gewerken ausgebildet. Viele von ihnen wechseln als hochqualifizierte Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche. Somit leistet das Handwerk einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur europaweit niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit.

Von daher beobachtet das Handwerk mit Sorge die kontinuierlichen Angriffe aus Brüssel auf den Meisterbrief, das Duale System und auf seine institutionellen Voraussetzungen. Das deutsche Ausbildungsmodell ist "best practice" in Europa. Es darf nicht unter dem Deckmantel der Deregulierung ausgehöhlt werden.

Weitere Infos zur Plenardebatte im Deutschen Bundestag auf www.zdh.de/bundespolitik