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"Abklatschen! Azubis suchen einen Nachfolger": Magdalena Frey vertritt die Orthopädieschuhtechnik

Foto: Köhler/Shooting Regionalkampagne
Foto: Köhler/Shooting Regionalkampagne

"Abklatschen! Azubis suchen einen Nachfolger" heißt die Aktion, die der ZDH ab dem 15. April im Rahmen der Imagekampagne für die Nachwuchsgewinnung im Handwerk startet. In ihr werben Auszubildende im letzten Lehrjahr oder Junghandwerker bei Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen, für die Vorteile ihres Berufs. Für die Orthopädieschuhtechnik hat diese Aufgabe Magdalena Frey von Meisterschuh Berlin übernommen. Wie die anderen Junghandwerker, wird auch sie bei ihrer Arbeit in einem Porträtfilm dargestellt. Außerdem hat sie sich in einem Interview zu den Gründen für ihre Berufswahl geäußert - Sie können das Interview der Imagekampagne hier nachlesen.

Warum hast du dich für eine Ausbildung zur Schuhmacherin entschieden?
Bevor ich die Ausbildung zur Schuhmacherin angefangen habe, bin ich an die Uni gegangen. Aber das Studium lag mir nicht, immer nur lesen und schreiben, das war mir nicht genug. Ich will etwas herstellen. Da habe ich mir überlegt, was zu mir passt. Mode hat mich interessiert und zwar nicht die Schneiderei, sondern das Schuhmacherhandwerk.

Was gefällt dir an deinem Handwerk besonders gut?
Ich liebe mein Handwerk, weil ich damit einzigartige und individuelle Produkte herstellen kann – speziell angefertigte Schuhe. Es gefällt mir, mit Holz, Leder und Kunststoff zu arbeiten. Viele Leute wissen gar nicht, dass Orthopädiemechanikerin ein Beruf ist, aber wenn ich davon erzähle, klingt es für viele spannend.

Mein Handwerk hat viele Komponenten und ist sehr abwechslungsreich: Einerseits musst du mit lauten Maschinen arbeiten, dann wieder ganz fein und sauber. Der Bereich Orthopädie gefällt mir sehr, weil ich viel über den Körper lerne. Ich hatte früher auch immer mal Schmerzen in den Füßen – und jetzt lerne ich, was man dagegen machen kann. Ich finde es toll, etwas mit meinen Händen zu schaffen und jemandem damit zu helfen.

Welche Eigenschaften sind für deinen Beruf wichtig?
Eigenschaften, die man als Orthopädieschuhmacherin mitbringen sollte, sind Geduld und Sorgfalt. Du musst dir die Hände schmutzig machen wollen, darfst nicht zu empfindlich sein. Außerdem ist es natürlich nützlich, nicht gerade zwei linke Hände zu haben. Als Orthopädieschuhmacher musst du einerseits pingelig sein und auf Details achten, andererseits musst du auch mal mit Kraft draufhauen.

Wie findest du es, bei der Imagekampagne mitzumachen?
Bei der Handwerks-Kampagne mitzumachen, ist für mich eine gute Möglichkeit, anderen Menschen Handwerksberufe näher zu bringen. Denn das finde ich wichtig. Mit einer handwerklichen Ausbildung hat man etwas in der Hand, am Ende der Ausbildung kann man etwas herstellen.

Quelle: Kampagnen-Team Handwerk