22. April 2015

Bei Diabetes zum Augenarzt

Gisela Peter_pixelio.de

Diabetespatienten sollten einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Denn typische Folgeerkrankungen wie die diabetische Netzhauterkrankung und der Graue Star sind besser behandelbar, wenn sie möglichst früh erkannt werden. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hin. Der Betroffene selbst merkt von diesen Erkrankungen zunächst nichts.

Zu einer Untersuchung beim Augenarzt sollten Diabetiker nicht selbst mit dem Auto fahren, rät der BVA. Denn die Pupille des Auges wird mit Medikamenten weitgestellt, damit der Augenhintergrund sichtbar ist. Danach sieht man für zwei bis drei Stunden unscharf und kann deshalb nicht selbst Auto fahren.

Die regelmäßige Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck kann außerdem helfen, Schäden an der Netzhaut zu vermeiden oder besser behandelbar zu machen. Fast 95 Prozent der Menschen mit Typ-1-Diabetes haben nach Angaben des BVA 20 Jahren nach dem Beginn der Krankheit Netzhautschäden. Bei den Typ-2-Diabetikern sind es etwa 60 Prozent.