22. Juni 2015

Unternehmerische Heimat für das vebito-Messsystem

Foto: FH Münster/Pressestelle
Miriam Altenhöfer und Nora Dawin haben ein Büro im GRIPS III auf dem Steinfurter Campus bezogen. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Miriam Altenhöfer und Nora Dawin gründen die vebitosolution GmbH auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. Die Erfindung des vebito-Innensohlenmesssystems zur Erfassung der Verbiegung und Torsion oder Verdrehung des Fußes im Schuh hatte der damalige Doktorand Thomas Stief im Labor für Biomechanik der FH Münster auf den Weg gebracht. Es unterstützt die Therapie von Fußerkrankungen, die Optimierung der Funktion von Schuhen sowie orthopädischen Hilfsmitteln und hilft bei der Analyse von sportlichen Bewegungen.

Der Weg von einer Innovation, über die Patentierung und ein EXIST-Gründerstipendium, bis hin zum eigenen Unternehmen ist an der FH Münster bisher einmalig. Die beiden Gründerinnen Miriam Altenhöfer, Betriebswirtin, und Nora Dawin, Masterabsolventin Biomedizinische Technik an der FH Münster, haben mit der vebitosolution GmbH genau diesen Weg beschritten. Das junge Unternehmen bezog nun das Büro im GRIPS III auf dem Steinfurter Campus.

„Klar sind wir ein bisschen exotisch - als Frauenteam in der männerdominierten Messtechnik. Das sehen wir aber als willkommene Herausforderung an", lacht die Geschäftsführerin Nora Dawin. Gemeinsam mit Miriam Altenhöfer, die die kaufmännische Leitung von vebitosolution übernimmt, hatte das Team ein EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten. Zudem stand den jungen Unternehmerinnen die Transferagentur Fachhochschule Münster und die WESt (Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH) beratend zur Seite.

„Mit vebito können erstmals Biege- und Torsionsbelastungen am Fuß im Schuh erfasst werden. Dies geschieht höchst genau, mehrdimensional, zuverlässig, mobil, kostengünstig und ist einfach anwendbar und somit für ein breites Anwenderspektrum zugänglich", erklärt Altenhöfer die Besonderheit der Erfindung. Diese Einzigartigkeit galt es zu schützen und so setzte sich die Transferagentur Fachhochschule Münster für eine Patentierung und Verwertung des Patents ein. Nach der offiziellen Unternehmensgründung galt es, dem Unternehmen ein Zuhause zu geben.

„Die Campusnähe zu unserem Kooperationspartner, der FH Münster, wie auch das Netzwerk verschiedener innovativer Unternehmen im GRIPS III und die gute Betreuung durch die WESt waren die ausschlaggebenden Argumente für unseren Einzug in das GRIPS III", sagte Dawin. „Die kurzen Wege machen eine intensive Zusammenarbeit problemlos möglich und auch die Chance weiter zu wachsen sind für ein Start-Up die optimalen Voraussetzungen", blickt Altenhöfer in die Zukunft.

Weitere Informationen:

vebitosolution GmbH

Technische Orthopädie der FH Münster