15. Juli 2015

DAK-Gesundheit erstattet Diabetes-Patienten Spezialsensor zur Blutzuckermessung

Ein neuer Sensor erleichtert Diabetikern die Überwachung ihres Blutzuckers

Die DAK-Gesundheit hat ein  neues Projekt zur besseren Diabetesversorgung gestartet. Seit Mitte Juni nutzen die ersten 1.000 Versicherten, die schwer an Diabetes erkrankt sind, einen Spezial-Sensor der Firma Abbott. Das innovative System „FreeStyle Libre“ ermöglicht den Patienten das Zuckermessen mit einem diskreten Scan und bietet einen umfassenden Einblick in den Glukoseverlauf. Bis Jahresende sollen davon insgesamt bis zu 7.000 DAK-Versicherte profitieren.

„Wir wollen die Diabetes-Versorgung in Deutschland entscheidend voranbringen. Deshalb haben wir als erste große Kasse ein Versorgungsprojekt mit FreeStyle Libre aufgelegt“, erklärt Dr. Jan Helfrich, Leiter der Abteilung für ärztliche Leistungen bei der DAK-Gesundheit.

Die Kasse übernimmt dabei die Kosten für das Mess-System als freiwillige Leistung. Geeignete Kandidaten ermittelt die DAK-Gesundheit maschinell anhand medizinischer Kriterien aus den Gesundheitsprogrammen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Das Projekt soll Erkenntnisse aus dem Versorgungsalltag bringen, die den Einzug des innovativen Mess-Systems in die Regelversorgung möglicherweise beschleunigen können. „Das Interesse bei unseren Diabetikern ist jedenfalls groß“, sagt Helfrich. „Die große Mehrheit der Angeschriebenen möchte den High-Tech-Sensor haben.“

Der münzgroße Sensor wird am Oberarm getragen. Er misst über einen feinen Faden an seiner Unterseite den Zuckerwert in der Zwischenzellflüssigkeit des Unterhautfettgewebes. Der Patient muss sich nicht mehr routinemäßig stechen, um seine Werte über das Blut zu bestimmen. Er kann mit einem kleinen Lesegerät jederzeit den Sensor abscannen und so schmerzfrei seinen Zucker überprüfen. Der High-Tech-Sensor kann bis zu 14 Tage lang getragen werden, auch beim Sport und beim Baden. Bis zu einem Meter Tiefe ist er rund 30 Minuten wasserfest.
 
(Quelle Foto und Text: DAK)