28. Juli 2015

Neues Handbuch: Kinderfüße richtig behandeln

Einlagen, Schuhe und Orthesen für den Kinderfuß – mit diesem neuen Ratgeber gibt Eurocom eine leicht verständliche Orientierungshilfe, denn: Ein häufiger Grund zur Vorstellung in der pädiatrischen Praxis oder der kinderorthopädischen Sprechstunde ist die Behandlung einer Fußfehlstellung. Während bei bestimmten Fußdeformitäten die Behandlung heute standardisiert ist, bestehen bei anderen Fehlstellungen kontroverse Meinungen hinsichtlich der optimalen Therapie und Versorgung. Klinische Studien oder Richtlinien für den Umgang mit kindlichen Fußdeformitäten fehlen.

Der Ratgeber informiert über die wichtigsten Fußfehlstellungen und Ganganomalien im Kindesalter, ihre Diagnose, Therapie und konservativen Versorgungsmöglichkeiten. Welche Fußdeformitäten gibt es überhaupt? Man bezeichnet und unterscheidet sie nach ihrem Erscheinungsbild, etwa dem Hohl-fuß (Pes cavus), Knickfuß (Pes valgus), Klumpfuß (Pes equinovarus, excavatus et adductus), Plattfuß und Senkfuß (Pes planus) oder Sichelfuß (Pes adductus). Sie können einzeln oder kombiniert auftreten, können idiopathisch vorkommen – also ohne fassbare Ursache – oder sekundär auftreten (als Folge einer anderen Erkrankung). Eine ideale Fußform kann man nicht exakt festlegen. Und nicht jede Abweichung ist grundsätzlich behandlungs-würdig. So hat eine Reihe von Menschen trotz eines bestehenden so genannten Plattfußes, bei dem das Längsgewölbe des Fußes abgeflacht ist, lebenslang keine Beschwerden.

Bei den Fußfehlstellungen im Kindesalter unterscheidet man zum einen solche, die zum größten Teil nicht von strukturellen Anomalien begleitet sind und sich ohne Therapie normalisieren oder einfach mit kurzfristiger physiotherapeutischer Behandlung korrigieren lassen – dies ist bei bis zu 30 Prozent der Neugeborenen der Fall – und solchen, die erst im weiteren Wachstumsverlauf auftreten und als erworben gelten.

Einlagen, Schuhe und Orthesen für den Kinderfuß richtet sich in erster Linie an Ärzte, Mitarbeiter in den Hilfsmittelteams der Krankenkassen und an den Sanitätsfachhandel. Aufgrund seiner Übersichtlichkeit und leicht verständlichen Darstellung eignet sich der Ratgeber auch als Informationsquelle für Eltern betroffener Kinder. Er ist ab sofort erhältlich und kann unter www.eurocom-info.de bestellt werden.