07. August 2015

Meisterkurs in Landshut erfolgreich abgeschlossen

Foto: HWK
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Im Kompetenzzentrum Technische Orthopädie in Landshut beendeten elf Teilnehmer des Meisterkurses Orthopädieschuhmacher erfolgreich ihre praktischen Prüfungen und können fortan mit solidem handwerklichen und gesundheitstechnischen Wissen ihren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine helfen. Erfolgreiche Absolventen des Kurses sind Mario Adams, Erding; Julia Backes, Amel (Belgien); Hans Eimansberger, Bad Tölz; Andreas Geisler, Aichach; Ramona Hauber, Altusried; Susanne Hofmann, Deggendorf; Marian Mink, Stuttgart; Ralf Nickl, München; Martin Roth, Oberasbach; David Ruopp, Wain und Tarek Tayeh, Asbach-Bäumenheim.

Der Vorsitzende der Meisterprüfungskommission Prof. Wetz bescheinigte den neuen Meistern eine „ordentliche Leistung“. Lehrgangsbester im praktischen Teil der Meisterprüfung wurde Andreas Geisler aus Aichach. Geisler wurde mit dem Karl-Geyer-Pokal ausgezeichnet und kann zudem beim Jahreskongress für Technische Orthopädie 2016 in Garmisch-Partenkirchen den Münchner Förderpreis, der mit 1500 Euro dotiert ist, in Empfang nehmen.

Julia Backes ist ebenfalls eine der Absolventinnen des diesjährigen Meisterkurses. Sie ist für die Ausbildung extra von Belgien nach Landshut gekommen, „weil’s hier einfach am schönsten ist.“ Die Handwerkskammer in Landshut überzeugte die junge Frau mit dem hohen Ausbildungsniveau, dem netten Lehrpersonal und der guten Ausstattung. Kursleiter Peter Weiß freut sich über das Vertrauen: „Wir haben Schüler weit über Bayern hinaus, in diesem Kurs etwa aus Köln, Stuttgart und Belgien. Der Meisterkurs in Landshut ist bekannt für seine hohe Ausbildungsqualität.“

Die Inhalte, die im Kurs zum Meister für Orthopädieschuhmacher vermittelt werden, sind anspruchsvoll. In insgesamt sechs verschiedenen Fallversorgungen werden die medizinische Funktionalität wie auch die handwerklich korrekte Ausführung der Versorgung der unterschiedlichsten Fußdeformitäten gezeigt, geübt und optimiert. Durch die maximale Teilnehmerzahl von zwölf Meisterschülern können eine optimale Betreuung und beste Übungsmöglichkeiten garantiert werden.

Die Meisterausbildung als Orthopädieschuhmacher ist aufwendig, aber eine Investition, die sich lohnt. „Der Meistertitel ist als Abschluss im europäischen und deutschen Qualifikationsrahmen auf Stufe 6 von 8 eingeordnet. Das entspricht dem gleichen Niveau wie der Bachelor“, erklärte Michael Pigat, Leiter des Bildungszentrums der Handwerkskammer in Landshut. Dies werde auch auf jedem Zeugnis vermerkt, so Pigat weiter. „Zukunftsängste brauchen unsere Absolventen also ganz sicher nicht haben, denn der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs ist groß. Orthopädieschuhmacher ist ein Handwerk, das viele Möglichkeiten und exzellente Zukunftschancen bietet“, war sich Pigat sicher. 

Auch Julia Backes freute sich schon auf die Rückkehr in den Berufsalltag: „Es ist immer ein einmaliges Erlebnis, wenn der Kunde in seinen neuen Schuh steigt und endlich wieder richtig laufen kann. In diesem Moment bin ich mindestens genauso glücklich wie er.“