05. Oktober 2015

Handwerk wirbt für "Berufsabitur"

Foto: ZDH/Werner Schüring
Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka mit ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer und Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH. Foto: ZDH/Werner Schüring

Bei der Begrüßung von Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka auf der Vollversammlung des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) wies Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer darauf hin, dass knapp 24.000 unbesetzte Ausbildungsplätze eine wachsende Herausforderung für das Handwerk darstellen. Initiativen zur Höheren Berufsbildung sollen attraktive Bildungs- und Karrierewege gezielt unterstützen. "Eine erste bundesweite Bildungsmarke soll das "BerufsAbitur" werden", kündigte Wollseifer an.

Mit der Verknüpfung des Gesellenabschlusses mit dem Abitur sollen leistungsstarke Jugendliche für das Handwerk gewonnen werden. Ein "gutes Modell", so Bundesbildungsministerin Wanka, diese Jugendlichen an die Karrieremöglichkeiten im Handwerk heranzuführen, das ihre volle Unterstützung erfahre.

In ihrem Vortrag sicherte sie den Handwerksvertretern zu, sich nach dem Fokus auf die Förderung der Hochschulen in den vergangenen Jahren nun gemeinsam mit dem Handwerk verstärkt für die berufliche Bildung und deren gesellschaftliche Wertschätzung einzusetzen. Davon zeugen bereits jetzt zahlreiche Initiativen, etwa die, die Berufsorientierung stärker an Gymnasien zu verankern, eine dem Studierenden-BAföG gleichwertige Aufstiegsfortbildungsförderung für Meisterinnen und Meister zu erreichen oder die Stärkung der beruflichen Bildungszentren in ihrer Ausrichtung auf die Anforderungen der Digitalisierung.