08. Oktober 2015

Steigende Ausgaben bei Heil- und Hilfsmitteln

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Ausgabensteigerungen im Bereich der Heil- und Hilfsmittel im Jahr 2014 verzeichnet der Heil- und Hilfsmittelreport 2015 der Barmer GEK. So sind die Kosten für Heilmittel, zu denen die Physio-, Ergo- und Logopädie gehören, in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 8,1 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Barmer GEK erhöhten sich die Ausgaben um 8,2 Prozent auf 760,5 Millionen Euro. Die höchsten Ausgaben kamen dabei in der Physiotherapie mit 66,59 Euro je Versicherten (plus 7,67 Prozent gegenüber dem Vorjahr) zustande, gefolgt von der Ergotherapie mit 12,37 Euro (plus 8,48 Prozent), der Logopädie mit 8,27 Euro (plus 8,62 Prozent) und der Podologie mit 1,60 Euro (plus 17,04 Prozent).

Barmer GEK fordert umfassende Nutzenbewertung
Bei den Hilfsmitteln, zu denen etwa Rollstühle und Hörgeräte gehören, stiegen die Kosten GKV-weit um 9,4 Prozent auf 7,44 Milliarden Euro. Bei der Barmer GEK schnellten sie um 10,9 Prozent auf 836,4 Millionen Euro nach oben. "Auch Hilfsmittel sollten umfassend einer Nutzenbewertung unterzogen werden, die Nutzen und Sicherheit für die Patienten klärt. Es ist nicht zielführend, nur Medizinprodukte mit einer hohen Risikoklasse zu prüfen, wie es das Versorgungsstärkungsgesetz vorgibt", sagte Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Christoph Straub.

Insgesamt haben im Jahr 2014 bei der Barmer GEK 1,9 Millionen Versicherte Heilmittel und 2,0 Millionen Versicherte Hilfsmittel verordnet bekommen. Das ist ein Anstieg um jeweils 3,2 Prozent innerhalb eines Jahres, der nach Einschätzung der Autoren nur schwerlich auf die demografische Entwicklung zurückgeführt werden kann.