18. November 2015

Jugendbeirat nimmt Imagekampagne unter die Lupe

Foto: Kampagnenbüro Handwerk

Das Handwerk möchte mit seiner Imagekampagne Jugendliche für eine Ausbildung begeistern. Doch wie sehen junge Menschen, die sich bereits für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben, die Kampagne? Trifft sie den richtigen Ton? Was lässt sich verbessern? Dies diskutierten am 16. Oktober 36 Auszubildende unterschiedlicher Gewerke beim Treffen des Ausbildungsbeirats der Imagekampagne in Berlin.

Nach einem Rückblick auf die 2014 durchgeführten Aktivitäten der Nachwuchs-Kampagne nahmen die Mitglieder des Jugendbeirats die Entwürfe für das kommende Jahr unter die Lupe. In Kleingruppen wurde dazu lebhaft und konstruktiv diskutiert. „Die Auszubildenden gaben uns wertvolle Hinweise sowie einige Verbesserungsvorschläge zu Inhalt, Gestaltung und Wirkung der Motive. Insgesamt finden sie die Kampagne positiv und sind von einigen Ideen für das kommende Jahr begeistert“, berichtet Jonathan Nausner, Werbeagentur Heimat in Berlin.

Auch wollten die Kampagnenmacher von den Teilnehmern wissen, wie sie selbst zum Handwerk gekommen sind und welche Erfahrungen sie während der Berufsorientierung gemacht haben. Für die Berufswahl sei es besonders wichtig, sich ein gutes Bild von verschiedenen Berufen machen zu können, so die Jugendlichen. Besonders gelungen fanden sie in diesem Zusammenhang die Aktion „Abklatschen! Hol dir meinen Job“. Sie gibt jungen Menschen durch unterhaltsame Filme Einblicke in handwerkliche Berufe. Wer dann mit einem Beruf liebäugelt, kann sich einen Praktikumsplatz suchen. Denn auch darin waren sich die Auszubildenden einig: Vor dem Start einer Ausbildung sei ein Praktikum in einem Betrieb der beste Weg, den Beruf kennenzulernen.

„Im Hinblick auf für 2016 geplante Kampagnenmotive diskutierten wir mit den Teilnehmern über die Vorzüge einer Ausbildung im Handwerk. Für viele stand dabei die Möglichkeit, etwas mit den eigenen Händen erschaffen zu können, an erster Stelle“, resümiert Nausner. Auch den Abwechslungsreichtum ihrer Tätigkeiten empfinden die Auszubildenden besonders positiv. Als Vorteil sahen die Teilnehmer außerdem, dass handwerkliche Berufe klar definiert seien, sodass junge Menschen wüssten, was sie nach der Ausbildung erwarte. Im Gegensatz zu vielen Studienfächern, in denen häufig kein eindeutiger Beruf studiert werde und der Praxisbezug oft fehle.

Die wertvollen Anregungen und Erkenntnisse aus dem Jugendbeirat nahm das Kampagnen-Team mit großem Interesse auf. Sie fließen in den Feinschliff der Kampagne 2016 ein.