02. Dezember 2015

Neuer Obermeister in Baden-Württemberg

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus dem neu gewählten Obermeister Andreas Frühauf, den beiden stellvertretenden Obermeister Udo Kleinknecht und Gunther Scheerer sowie den Vorstandsmitgliedern Dieter Breutner, Uwe Kirndorfer, Johannes Pässler, Hartmut Schühle, Ferdinand Weber und Thomas Werne. Nicht mehr zur Wahl stand der bisherige Obermeister Klaus Harrer, den die Versammlung einstimmig zum Ehrenobermeister ernannte.

Bei ihrer Jahreshauptversammlung wählte die Innung für Orthopädie-Schuhtechnik Baden-Württemberg einen neuen Vorstand. Nachdem Klaus Harrer, der bisherige Obermeister, nicht mehr zur Verfügung stand, folgte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstands, Andreas Frühauf als Nachfolger zu wählen. Eine weitere Änderung gibt es mit dem Posten des stellvertretenden Obermeisters.

Durch die doppelte Besetzung mit Udo Kleinknecht und Gunther Scheerer sollen die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt und damit die Arbeit des Obermeisters auch für zukünftige Kandidaten zeitlich besser machbar gestaltet werden. Alle anderen Mitglieder des Vorstands wurden in ihren Ämtern bestätigt: Dies sind Dieter Breutner, Uwe Kirndorfer, Johannes Pässler, Hartmut Schühle, Ferdinand Weber und Thomas Werne. Auch alle anderen Posten wurden einstimmig an die bisherigen und wieder vorgeschlagenen Amtsinhaber übertragen.

Inhaltlich stand das vergangene Jahr im Zeichen der Vertragsgestaltung mit der AOK, mit der es Anfang des Jahres Schwierigkeiten gab, ins Gespräch zu kommen. Der aktuelle Vorschlag der AOK ist eine vereinfachte Version der bisherigen Aufbauliste. Das Verhandlungsteam ist zuversichtlich, den angestrebten Termin für den neuen Vertrag – es ist das erste Quartal 2016 vorgesehen – einhalten zu können. Weitere Informationen zu den Verhandlungen lesen Sie in der Januar-Ausgabe der Orthopädieschuhtechnik.

Bildung als Schwerpunkt

Dieter Breutner berichtete von einem ereignisreichen Jahr im Ressort Bildung, das ganz im Zeichen des neuen Berufsbilds stand. Positiv stellen sich die Zahlen an der Kerschensteinerschule in Stuttgart und am B-O-S-S in Langen dar.

Johannes Pässler berichtete, dass die Berufsgenossenschaft bereit ist, dem Wunsch nach einer spezieller auf das OST-Handwerk ausgerichteten Schulung nachzukommen. Im Grundlagenseminar sollen daher Handwerker aus dem gleichen Fachbereich zusammen geschult werden, das Aufbauseminar soll zukünftig von einem Orthopädieschuhmacher durchgeführt werden.

Als Gäste waren Thomas Stief, Leiter des Forschungs- und Bildungsmanagements, Frank Schievink, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Forschungs- und Bildungsmanagements für die Orthopädieschuhtechnik in Deutschland e. V. und Gerwin Limbach, Schulleiter am Bildungszentrum Orthopädie-Schuhtechnik Südwest in Langen angereist, die der Versammlung vom Vorhaben berichteten, das B-O-S-S und die beiden anderen Meisterschulen im ZVOS-Gebiet zu Kompetenzzentren auszubauen. Sie machten deutlich, welche Vorteile dies für die Schule, das Handwerk insgesamt und die einzelnen Betriebe haben kann – und dass die Eigenmittel fehlen, um den Antrag einzureichen.

In ihrem Haushaltplan für 2016 hatte die Innung 10.000 Euro als Unterstützung für den Verein eingeplant. Für die folgenden Jahre muss nun der neu gewählte Vorstand entscheiden, ob dieser Betrag ausreichend und gerechtfertigt ist. „Wenn wir es schaffen, pro Betrieb 100 Euro bereitzustellen, können wir die drei Kompetenzzentren aufbauen, so mit einer zeitgemäßen Aus- und Weiterbildung die Fachkräfte sichern und durch die praxisnahe und praxisrelevante Forschung die dringend notwendigen Wirkungsnachweise erbringen“, erklärt Thomas Stief die Richtschnur des Vereins.

© Kathrin Ernsting/Orthopädieschuhtechnik