14. Dezember 2015

4. Laufgut-Symposium in Sarrebourg und Saverne

Kay Wegerhoff erläutert den Einsatz der Laufgut-Beratungsstation.

Vom 6. bis 8. Dezember trafen sich über 40 Laufgut-Systemteilnehmer und interessierte SABU-Mitglieder zum 4. Laufgut-Symposium.

Nach dem Get-together am Nikolausabend in Saverne empfing am ersten „Arbeitstag“ des Symposiums der Hersteller Mephisto die Gäste im Stammwerk in Sarrebourg. International Sales Director Martin Hübner und die Tochter des Unternehmensgründers, Stéphanie Michaeli, bereiteten den Gästen einen herzlichen Empfang.

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte SABU-Geschäftsführer Stephan Krug alle Teilnehmer und erläuterte in seinem Vortrag die Strategien, mit denen das erfolgreich im Markt etablierte Konzept fit für die Zukunft gemacht werden soll. Stephan Krug legt die Latte bewusst hoch, wenn er die 200er-Marke für die anzupeilende Zahl an Laufgut-Geschäften nennt. „Mit 42 Verkaufsstellen sind wir jetzt schon deutlich besser aufgestellt als ursprünglich geplant. Das Konzept erweist sich als richtig und zukunftsträchtig. Jetzt gilt es, daran zu feilen, es zu optimieren und weitere Partner aus dem Kreis unserer Mitglieder zu finden, die dieses Konzept dann vor Ort umsetzen“. Die Hauptaufgaben liegen, so Stephan Krug, vor allem darin, einen einheitlich hohen Qualitätsstandard für alle Laufgut-Geschäfte sowie ein verlässliches Basissortiment mit den wichtigsten Marken im Komfortschuh-Bereich zu schaffen. Kay Wegerhoff, Systemkoordinator Laufgut, erläuterte danach die Entwicklung des Konzeptes seit der Eröffnung des ersten Laufgut-Geschäftes in Lippstadt.

Nach einer Einführung in die Firmengeschichte von Mephisto durch Martin Hübner ging es dann über in den „praktischen“ Teil des Symposiums. Dank der kompletten Fertigungstiefe im Werk in Sarrebourg konnte die gesamte Produktion eines Schuhs vom Entwurf über die Lederbeschaffung bis hin zur Näherei, zur Besohlung und zur Endmontage besichtigt werden. Dabei nahmen sich die Spezialisten von Mephisto viel Zeit, um alle Arbeitsschritte ausführlich zu erläutern und alle Fragen zu beantworten. „Gerade im Bereich höherwertiger Schuhe ist es wichtig für mich, zu wissen, wie aufwändig es ist, einen solchen Schuh herzustellen“, meinte eine Teilnehmerin spontan. „Jetzt kann ich im Verkaufsgespräch viel besser argumentieren.“ Eine Meinung, die von allen übrigen Teilnehmern bestätigt werden konnte.

Im Anschluss an die Führung stellte Martin Hübner dann die umfangreichen Marketing-Aktivitäten vor, mit denen das Haus Mephisto zum einen in den Medien Interesse für seine Produkte schafft und zum anderen die Händler vor Ort mit verschiedensten Verkaufsförderungshilfen wirksam unterstützen kann. Mit einem kleinen Geschenk verabschiedete die „Hausherrin“ Stéphanie Michaeli ihre Gäste auf den Weg zurück nach Saverne, wo der Abend beim regen Meinungsaustausch in einem urigen Lokal an der Marne zu Ende ging, in das Mephisto seine Gäste eingeladen hatte.

Der zweite Tag des Symposiums stand dann ganz im Zeichen von Ware, Marketing und Messtechnik. Zunächst stellte SABU-Einkaufsleiter Bernd Schneider das Konzept vor, mit dem er Laufgut warenseitig noch besser aufstellen will. Die Schaffung eines Kernsortiments mit sorgfältig ausgewählten Lieferanten, dazu ergänzende Sortimente je nach Spezialisierung und Ausrichtung des einzelnen Händlers, zum Beispiel in den Bereichen Orthopädie, aktives Laufen, Outdoor, aber auch Kinder. Das sind die Leitsätze des neuen Warenkonzeptes. „Nur wenn wir es schaffen, Sortimente zu vereinheitlichen und Nachfrage zu bündeln, können wir auf echter Augenhöhe mit den Lieferanten verhandeln und dort Vorteile für die Laufgut-Partner erzielen“, so das Credo von Bernd Schneider.

Den zweiten Part des Vormittags übernahm dann Georg Rakutt, Geschäftsführer der SABU-Agentur GRAS Corporate Marketing, die die Entwicklung des Laufgut-Konzeptes von Anfang an begleitet hat. Sein Vortrag spannte den Bogen von der aktuellen demografischen Entwicklung in Deutschland und den sich daraus ergebenden Prognosen über neueste Trends und Entwicklungen im Online-Handel bis hin zu aktuellen Trends im stationären Handel. „Bleiben Sie offline und zeigen Sie dort, was Sie können“ machte Rakutt seinen Zuhörern Mut. „Denn Sie alle können vieles, das online nie geleistet werden kann.“ Wie dieses Wissens-, Dienstleistungs-und Warenangebot an den Kunden gebracht werden kann, erläuterte der Werbefachmann dann anhand vieler konkreter Beispiele, die für die Teilnehmer verständlich und leicht umsetzbar präsentiert wurden.

Die vielen Vorteile, die der Einsatz moderner Messtechnik für das Laufgut-Mitglied mit sich bringt, legte der Laufgut-Vertriebsleiter Kay Wegerhoff im nächsten Programmpunkt dar. Ob 2D- oder 3D-Technik, der Einsatz einer Laufgut-Beratungsstation lohnt sich auf jeden Fall. Das konnte Wegerhoff nicht nur nachweisen, in dem er viele Beispiele für den praktischen Einsatz und den marketingtechnischen Imagegewinn für das Geschäft zeigte. Er konnte auch mit nachvollziehbaren Wirtschaftlichkeits-berechnungen beweisen, dass die Entscheidung für ein Messsystem immer eine gewinnbringende Entscheidung sein wird.

Und um Gewinn ging es auch beim letzten Thema des 4. Laufgut-Symposiums. Hier erläuterten Kay Wegerhoff und Bernd Schneider, wie lohnend es sein kann, sich intensiv mit Zusatzverkäufen zu befassen. Auch hier konnten die Spezialisten mit spannenden Rechenbeispielen zeigen, dass es sich messbar lohnt, diesen Bereich auszubauen. Ein volles Programm, reger Erfahrungsaustausch, viele neue Erkenntnisse und eine tolle Stimmung. Die „Laufgut-Familie“ wächst und entwickelt sich prächtig, das Konzept marschiert erfolgreich voran, die Händler, die sich für Laufgut entscheiden, sind begeistert.