02. März 2016

DGUV: Verordnungen nur noch durch Durchgangsärzte

Seit dem 1. Januar 2016 werden von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen  nur  noch  Hilfsmittel-Verordnungen  anerkannt,  die  von Durchgangsärzten (D-Ärzten) ausgestellt worden sind. Das sogenannte "H-Arzt-Verfahren" ist zum  31.12.2015  weggefallen. H-Ärzte waren „an  der Heilbehandlung  beteiligte  Ärzte“; sie durften bislang  ebenfalls  Hilfsmittelverordnungen ausstellen.

Der D-Arzt ist ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der von den Landesverbänden der  Deutschen  Gesetzlichen  Unfallversicherung  (DGUV)  eine  spezielle Beteiligung erhalten  hat.  Er  ist  für  die  Behandlung  nach  Arbeits-  und Wegeunfällen  zuständig.  Wenn  ein  Verletzter  zunächst  seinen Hausarzt aufsucht, so hat dieser den Patienten, z.B. zur Verordnung von Hilfsmitteln, an den D-Arzt zu überweisen. Dies gilt auch für Folgeversorgungen.

D-Ärzte sind in den meisten Unfallambulanzen vorhanden; es besteht freie Arztwahl. Für Verordnungen ist die Anlage 04 „Verordnung von orthopädischen Schuhen und Einlagen“ aus dem DGUV-Vertrag zu verwenden. Das „rosa Rezept“ ist nicht gültig.