30. März 2016

Integration von Flüchtlingen ist ein lohnender Weg

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (Foto: BDA/Chaperon)
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (Foto: BDA/Chaperon)

"Wir müssen die weiterhin gute Arbeitsmarktlage nutzen, um Langzeitarbeitslose, aber auch Flüchtlinge mit Bleibeperspektive bestmöglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer. Die Integration von Flüchtlingen brauche einen langen Atem, sei aber ein lohnender Weg. Kramer formulierte auch, welche Aufgaben dabei aus seiner Sicht noch zu bewältigen sind.

"Der jüngst eingeführte einheitliche Ausweis für Flüchtlinge und der automatische Datenaustausch zwischen allen beteiligten Behörden sind wesentliche Grundlage für eine effektive Beschleunigung der Asylverfahren und eine zügige Integration von Flüchtlingen. Mit der notwendigen Beschleunigung der Asylverfahren werden schon bald zahlreiche arbeitssuchende Flüchtlinge die Jobcenter anlaufen. Die Jobcenter müssen personell und finanziell gut gerüstet sein, um sie zügig in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen und die Unternehmen dabei gezielt zu unterstützen, Flüchtlinge einzustellen. Zudem müssen die Angebote zur Sprachförderung sofort und den tatsächlichen Bedarfen entsprechend ausgebaut werden und die Instrumente flexibel auch bei flankierendem Sprachförderbedarf einsetzbar sein", so Kramer.

Bei großen wie kleinen Unternehmen sei die Bereitschaft, Flüchtlingen eine Chance zu geben, durchweg hoch. "Klar ist aber auch, dass die Integration von Flüchtlingen einen langen Atem braucht. Es ist ein schwieriger und steiniger, aber auf jeden Fall lohnender Weg, auf den wir uns alle machen  müssen. Und in 20 Jahren werden wir rückblickend sagen, wir waren engagiert und realistisch und haben die Chancen bestmöglich ergriffen", zeigte sich der Arbeitgeberpräsident optimistisch.