05. Juli 2016

Forschungsbericht: Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesundheitshandwerke

In Kooperation mit Experten der Gesundheitshandwerke hat das Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e. V. (ITB), Karlsruhe, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesundheitshandwerke untersucht. Aus dem Forschungsbericht geht hervor, dass die Risiken und die Chancen der Entwicklungen für die Verbände und Unternehmen nah beieinander liegen. 

Die Publikation stützt sich auf die Befragung von Experten (Unternehmer und Vertreter von Verbänden) aus allen Gesundheitshandwerken und beleuchtet die derzeitige demografische Situation, deren Bedeutung für die Gesundheitshandwerke und geht auf die Rolle anderer gegenwärtiger Wandlungsprozesse und Trends, wie die fortschreitende Digitalisierung oder das gestiegene Gesundheitsbewusstsein ein.  
 
Neben den bereits heute spürbaren Folgen der immer älter werdenden Gesellschaft, wie dem Fachkräftemangel und dem stetig steigenden Wettbewerb um die verbliebenen Spezialisten, richten die Gesundheitshandwerke laut der Untersuchung ihr Augenmerk zunehmend auf die Chancen, die sich daraus ergeben. Doch auch das bestehende Personal der Betriebe rückt immer mehr in den Fokus. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Gesundheit der Beschäftigten, die aufgrund des demografischen Wandels wie auch die Zielgruppe immer älter werden, sind laut der Studie gegenwärtige Herausforderungen der Gesundheitshandwerke. Insgesamt werden die kommende demographische Entwicklung und die Digitalisierung die Branche vor neue Herausforderungen stellen, so die Untersuchung.
 
Wie der Forschungsbericht außerdem zeigt, eröffnen sich den Gesundheitshandwerken vor allem in der Erweiterung der betrieblichen Ausrichtung Potenziale. Durch das gestiegene Gesundheits- aber auch Umweltbewusstsein der Gesellschaft werden laut der befragten Experten in Zukunft der Freiverkauf und die Beratungs- und Dienstleistungsfunktion der Betriebe immer zentraler, so die Studie.  
 
Der vollständige Titel des Forschungsberichts von Dana Keller und Anja Baumann lautet: „Bedeutung der demografischen Entwicklungen für die Gesundheitshandwerke – Chancen, Risiken und Konsequenzen für die Gesundheitshandwerke und Handwerkspolitik“.
 
Der Untersuchungsbericht kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: BIV-OT