22. Juni 2016

IETEC macht Nachwuchskräfte der Orthopädieschuhtechnik fit für den Zukunftsmarkt

Beim 5. IETEC Junioren-Forum in Fulda gab es einen Teilnehmerrekord.

Welches spezielle kaufmännische Wissen benötige ich, um einen Orthopädieschuhtechnik-Betrieb erfolgreich führen zu können? Wie baue ich Netzwerke auf? Das waren zwei Schwerpunkte beim 5. Junioren-Forum des IETEC PartnerVerbunds. 15 Nachwuchskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet bildeten sich bei dem Austausch am 20. und 21. Mai in Fulda fort – die bis jetzt höchste Teilnehmerzahl.

„Betriebswirtschaftliches Vorgehen ist mehr als das Spielen mit Zahlen, mehr als das Sammeln von Belegen für den Steuerberater“, betonte Anton Bittler in einem Themenblock, dass das konkrete Umsetzen vom BWL-Wissen in Firmenabläufe entscheidend sei. Der Unternehmensberater konnte den Junioren zum Beispiel dank seiner jahrelangen Tätigkeit genau sagen, wie viel Umsatz ein Geselle erwirtschaften muss, um einen Betrieb gewinnbringend führen zu können. „Künftig wird der Unternehmer noch mehr gefragt sein.“

„Der Netzwerkaufbau kann eines der Hauptbetätigungsfelder sein, mit dem sich die Junioren in elterlichen Betrieben einbringen können“, erklärt Bittler. Orthopädieschuhtechniker sollten sich nicht nur als Handwerker, sondern auch als Kommunikatoren verstehen. Das gilt laut Teilnehmer Michael Kramp auch bei Gesprächen mit Ärzten. Dabei könnten solche Dialoge durchaus auf Augenhöhe geführt werden. „Ärzte schätzen es, wenn ihre Patienten schon beim ersten Mal komplikationslos versorgt sind“, sagt der Student der Technischen Orthopädie. „Als kompetente Partner können wir Ärzten viel Arbeit abnehmen.“