08. Juni 2016

DDG kritisiert Sponsoring des Deutschen Fußballbundes

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Am Freitag, 10. Juni, wird das erste Spiel der Europameisterschaft 2016 angepfiffen. Foto: facebook

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) greift in einer aktuellen Pressemeldung den Deutschen Fußballbund (DFB) an. Grund ist das Sponsoring durch Marken wie Coca-Cola, Nutella und McDonald’s, die Werbung für stark zuckerhaltige Lebensmittel und Übergewicht fördernde Fast-Food-Produkte machten.

Das Unternehmen Coca-Cola ist Hauptsponsor der Europameisterschaft 2016, der Süßwarenhersteller Ferrero und der Fast-Food-Konzern McDonald’s zählen zu weiteren DFB-Kooperationspartnern während des Turniers.

Seit Kurzem zieren die Konterfeis der Nationalspieler Cola-Dosen und Sammelbilder, die Großpackungen von Kindersüßigkeiten von Ferrero beiliegen. „Der DFB sollte sein Sponsoring-Konzept überdenken, um seiner Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, fordert Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Übergewicht gehört zu den großen Risikofaktoren für eine Diabeteserkrankung und viele andere Krankheiten. Es stünde dem Fußballbund daher besser an, für gesunde Produkte zu werben.

Inzwischen werden ungesunde Ernährung und Übergewicht weltweit als das größte Gesundheitsrisiko eingestuft. „Die kalorienreichen Produkte, für die der DFB aktuell wirbt, tragen zu diesem Gesundheitsrisiko und dem Anstieg der chronischen Krankheiten bei“, stellt DDG Präsident Gallwitz fest. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 270.000 Menschen neu an Diabetes Typ 2; insgesamt leiden über sechs Millionen Menschen an der Stoffwechselstörung. Die zunehmende Zahl von Betroffenen führt zu enormen Ausgaben: Diabetes und seine Folgeerkrankungen verursachen Kosten von 35 Milliarden Euro pro Jahr für Behandlung und Pflege sowie durch Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung.