25. Mai 2016

Gesundheits-Apps - Plattform stellt Patientendaten für die medizinische Forschung bereit

„Integrated Mobile Health Research Platform“ nennt sich das Forschungsprojekt des Geschäftsbereichs Informationstechnologie (IT) am Universitätsklinikum Tübingen, das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg in den nächsten zwei Jahren mit 472.000 Euro gefördert wird. Ziel ist es, eine digitale Forschungsplattform zu schaffen, auf der patientenbezogene Daten, die über mobile Endgeräte erhoben werden, für Wissenschaftler bereitgestellt und abgefragt werden können.

Wichtige Anwendungsfelder sind das forschungsbezogene Patientenmonitoring anhand von Vitalparametern, Studienrekrutierungen und Studiendokumentationen, aber auch Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Nachsorge von Patienten. Das biete sich insbesondere bei neurovaskulären, neurologischen und endokrinologischen Erkrankungen an.

Das Universitätsklinikum möchte Eigenentwicklungen vorantreiben und dafür allgemein verfügbare offene Frameworks für die Entwicklung mobiler medizinischer Anwendungen nutzen, wie sie z.B. von den Firmen Apple (Apple ResearchKit/CareKit) oder Google angeboten werden.

Durch die Entwicklung der geplanten IT-Infrastruktur sowie der IT-Anwendungen soll es nicht nur Forschern und Medizinern sondern auch Patienten in einer klinischen Studie ermöglicht werden, effizienter mittels mobiler Endgeräte mit forschungsbezogenen Datenbanken zu kommunizieren. Durch einen höheren Datenumfang und Datendichte sowie eine verbesserte Datenqualität soll die Entwicklung entsprechender Studien unterstützt werden. Als Pilotprojekt sollen erste mobile Anwendungen entwickelt werden, die als Machbarkeits- und Usability Studie die Übertragung der Projektergebnisse in die praxisnahe Anwendung aufzeigen sollen.