11. Mai 2016

Fredi Stumpf verstorben

Am 1. Mai 2016 verstarb im Alter von 94 Jahren OSM Fredi Stumpf aus Fulda. Er gehörte zu jenen Orthopädieschuhmachern, die durch ihre Entwicklungen dem Handwerk neue Versorgungsmöglichkeiten erschlossen.

Der gebürtige Berliner legte seine Meisterprüfung im Orthopädie-Schuhtechnik-Handwerk in der DDR ab und übernahm zunächst den elterlichen Betrieb. 1960 zog er in die Bundesrepublik und übernahm den Betrieb des verstorbenen Kollegen Peter Breidbach in Fulda, unter dessen Namen der Betriebe heute noch – von seinem Sohn Jürgen Stumpf – geführt wird.

Lange bevor der Begriff der sensomotorischen Versorgung geprägt wurde, arbeitete Fredi Stumpf mit den von ihm entwickelten Innenschuhen für die Versorgung von spastisch gelähmten Kindern im Grunde nach diesem Prinzip. In vielen Veröffentlichungen und in Fachvorträgen beschrieb er diese Technik und machte sie so allen zugänglich. Unter anderem für diese Leistungen wurde 1976 mit dem nur selten verliehenen Jahrespreis der Orthopädie- Schuhtechnik ausgezeichnet.

1995 überließ er seinem Sohn Jürgen den Betrieb und zog sich in den Ruhestand zurück, in dem er mit dem Wohnmobil viele Länder durchreiste. Bis ins hohe Alter nahm er regen Anteil an der Entwicklung „seines“ Betriebes und seinem Handwerk Auf den Jahreskonferenzen des von Jürgen Stumpf gegründeten Partnerverbund IETEC war er bis zuletzt regelmäßiger Gast.

Ein ausführlicher Nachruf auf Fredi Stumpf erscheint in der Juniausgabe der Zeitschrift "Orthopädieschuhtechnik".